Erfahrungsbericht Mokka E

  • So habe ich auch entschieden hier mal meine Erfahrungen zu posten und fortlaufend zu ergänzen. Könnte ja sein, dass andere von meinen Erfahrungen profitieren.


    Erst mal zur Person:

    Ich selbst bin bekennender Auto- und Motorradfan der im Jahr ca. 15.000 mit dem Auto zurücklegt - 10.000 mit dem Moped. Ich habe neben dem Mokka E noch zwei

    Verbrenner, die eher den sportlichen Bereich abdecken; mein Streckenprofil sind Fahrten zum Kunden (außerhalb CORONA) zwischen 30 und 250 km (einfache Fahrt).


    Der Mokka:

    Es handelt sich um ein geleastes Editionsmodell mit Rückfahrkamera und Typ 3 Ladekabel als Sonderzubehör mit 11KW Ladeleistung (damals Serie heute aufpreispflichtig)


    Der Bestellprozess:

    Im Internet über eine bekannte Leasingplattform bestellt; nachdem alles unterschrieben war kam nach ca. 6 Wochen die Absage, dass Opel nicht lieferfähig ist, mit dem
    Hinweis, dass Opel von der Anzahl der Bestellungen "überrollt" wurde. Meine Bestellung wurde quasi "geparkt" und ich habe dann im Februar die Zusage bekommen, dass

    ich das Auto bekomme. Liefertermin wurde mir im Mai mitgeteilt mit Auslieferung KW29/21. Das Fahrzeug war dann plötzlich bereits Mitte Juli verfügbar. Eine Auftragsbe-

    stätigung habe ich bis zum heutigen Tag nicht bekommen (Auto steht mittlerweile vor der Tür)


    Meine Ladesituation:

    Geplant ist Wallbox - aktuell lade ich öffentlich - zur Not über Schukostecker bei mir im Haus.


    Die Abholung/erste Fahrt:

    Fahrzeug ist optisch meiner Meinung nachabsolut gelungen - meiner ist natürlich matcha-grün. Front- und Heckansicht ein Traum. Die Seitenansicht leidet etwas unter der

    Chromleiste (in meinen Fall auch durch die kleinen Felgen des Editionsmodell).

    Der Innenraum hat Licht und Schatten; Dort wo man nicht hinlangt findet man sehr viel (Hart-) Plastik; alles was berührt wird, wirkt hochwertig (Lenkrad, Drehknöpfe usw.)

    In Summe in Anbetracht der Basisausstattung bin ich zufrieden. Das Entertainmentsystem klingt für mein Empfinden hervorragend; die Assistenzsysteme funktionieren sehr

    gut (obwohl ich kein Freund davon bin).

    Innenraumangebot ausreichend - ist aber schon ein kleines Auto.


    Die Übergabe lief sehr routiniert ab - Fahrzeug war komplett aufgeladen und durfte dann 250 km nach Nürnberg überführt werden.


    Die erste Fahrt::

    Die Heimfahrt ging über ca. 95% Autobahn (Bergauf und-ab) bei optimalen Außenbedingungen; Klima war meistens aus. Reisegeschwindigkeiten war wie folgt:

    75 % im Bereich von 90 bis 100km/h

    5% im Bereich von 100 bis 120 km/h

    20 % langsamer


    Gefahren wurde 70 % im Normalmodus; 30 % im ECO-Modus.

    Zuhause angekommen hatte der Mokka nach 260 Km noch eine Restreichweite von knapp 30 km. In Anbetracht zu der überschaubaren Geschwindigkeit (wurde auf der A9

    von mehreren LKWs überholt) war das für mich schon etwas enttäuschend - liegt aber in etwa in Höhe des WLTP-Werts von 330 km.


    Die Fahrt war sehr komfortable und angenehm - emotional hat es mich nicht gepackt, was auch nicht überraschend ist - der Mokka ist kein Taycan und hat naturgemäß gegen

    meine Verbrenner einen mehr als schweren Stand. Für den normalen Nutzer aber kein Problem - MOKKA ist zum Fahren da; wer emotional gepackt werden will muss woanders

    kaufen.


    Die ersten Ladungen:

    Hier war ich positiv überrascht, da bis gestern alle Ladungen ohne Probleme funktioniert haben. Gestern dann erster Ladeabbruch mit "technischen Fehler" (Ladekosten = Null,

    bei Verbrauch von Null :-)

    Strategie ist hier anders als beim Verbrenner - Laden wann immer möglich im Korridor von 20-80% Ladeleistung; erfordert aber natürlich mehr Planung.

    Trotzdem - warte sehnlichst auf die Wallboxinstallation.


    Sonstiges:

    Größter Malus an dem Auto ist bisher eindeutig die Opel-App. Das Ding habe ich bisher nicht zum Laufen gebracht. E-remote ist aktiviert; sehe aber seit Tagen nur Gelbe Kreise und

    ein Fahrzeugstatus kann nicht eingesehen werden. Darüber hinaus gibt die Fahrzeugbedienung mir teils Rätsel auf. Insbesondere (so dumm das klingt) das ordentliche Abschließen,

    Aufsperren, Entriegeln Ladekabel ist noch etwas undurchsichtig. Hier ist aber glaube ich nicht der Opel das Problem - sondern der Nutzer


    Fazit nach einer Woche:

    Viel Licht aber auch Schatten - auf jeden Fall ist es ein spannendes Selbstexperiment.


    +++tbd+++

  • Sehr schöner Erfahrungsbericht.


    Für die Autobahn ist der Mokka-e tatsächlich nur bedingt geeignet. Ebenso wie seine Technischen Brüder geht der Verbrauch ab 100km/h schon recht hoch und die Reichweite schrumpft gewaltig. 320km sind damit definitiv nicht drin, eher 150km bis 200km. Wenn man so wie ich nur selten längere Strecken fährt ist das aber unproblematisch. Fährt man öfter längere Strecken über die Autobahn sollte man vom Kauf des Mokka-e evtl. absehen.

  • Moin

    Die kleine Reichweite hat mich letztes Jahr auch davon abgehalten, auf den Mokka-E zu warten.

    Optisch finde ich ihn eines der schönsten E-Autos (bis jetzt). So fahre ich nun seit 13 Monaten den 2020er Hyundai Kona mit dem 64 kWh Akku und habe noch keine Minute bereut ;-)

    Hier funktioniert die Blue-Link App übrigends klasse.

    Gruß

    ralle

    Edition 1.6 ecoFLEX,
    Argon Silber, EZ. 07/2014, meiner seit 05/2017 (mit 14000Km.),
    Start/Stop, Elektro- und Winterpaket, BMW Kurzstabantenne,
    Ladekantenschutz Kunstoff von Irmscher,
    LED Innen- und Kennzeichenbeleuchtung,
    Kamei Armlehne nachgerüstet.
    Rückfahrkamera nachgerüstet
    Seit 15.09.2020 nicht mehr in unserem Besitz :(:)

  • Ja ralle01, die Entscheidung für den Mokka ist wegen Design gefallen.

    Bei der Reichweite bin ich gerade so zufrieden, aber genau das mehr des hatte ich schon auf dem Schirm und ich denke ernsthaft darüber nach in zwei Jahren den anzuschaffen, wenn ich den Corsa Benziner zurückgebe.

    Genieße den Tag

    Mokka-e Ultimate seit 23.06.21, Corsa F 1.2 GS-Line seit 07.2020

    Insignia A 4x4 Biturbo Bj. 2012, Corsa D 1.4 Bj. 2014

  • Sein Design* ist halt kontraproduktiv für BAB-Geschwindigkeiten und dortige Reichweite - darunter geht's insbesondere beim BEV um so ähnlicher zu den übrigen.



    *)Obwohl ggü dem A schon kräftig an Höhe (und damit Stirnfläche) abgebaut - bzw. im Feinschliff sich auch der cW-Wert verbesserte.

  • Warten wir das Facelift in drei Jahren ab, mehr Reichweite ist sicher drin.

    Genieße den Tag

    Mokka-e Ultimate seit 23.06.21, Corsa F 1.2 GS-Line seit 07.2020

    Insignia A 4x4 Biturbo Bj. 2012, Corsa D 1.4 Bj. 2014

  • Moin

    Naja, größere Batterie ist nicht immer die Lösung. Gegenüber dem 2019er Kona aus Korea wurden beim 2020er aus Tschechien neue Reifen (Michelin Primacy 4) Standard. Dazu wurde Softwaretechnisch ebenfalls einige Änderungen vorgenommen. Das ganze brachte eine bessere Effizienz und vor allem wurden die Abrollgeräusche extrem weniger.

    Wir waren gestern mit dem Kona vom Junior im Wertheim Village (110 Km einfach von uns) sind mit 365 Km Restreichweite (war knapp bei 80%) losgefahren. zu 98% Autobahn mit 100 - 130 km/h (wenn frei auch mal schneller) und kamen zuhause mit Restreichweite 125 Km wieder an (gefahren im ECO Modus).

    Im Sommer kommt der Kona bei guten Temperaturen bei moderater Fahrweise auf der Autobahn locker

    330 - 350 Km weit. Ich fahre zu 99% im ECO Modus, weil das total ausreichend ist. Der Punch (395 NM) liegt in jeder Fahrstufe an und auch im ECO Modus zieht er auf der Autobahn ordentlich.

    Eigentlich wollte ich nur sagen, größerer Akku bringt nicht immer viel mehr, wenn die Effizienz nicht besser wird.

    Gruß

    ralle

    Edition 1.6 ecoFLEX,
    Argon Silber, EZ. 07/2014, meiner seit 05/2017 (mit 14000Km.),
    Start/Stop, Elektro- und Winterpaket, BMW Kurzstabantenne,
    Ladekantenschutz Kunstoff von Irmscher,
    LED Innen- und Kennzeichenbeleuchtung,
    Kamei Armlehne nachgerüstet.
    Rückfahrkamera nachgerüstet
    Seit 15.09.2020 nicht mehr in unserem Besitz :(:)

  • gewiss, auch bei solchen details hat ein BEV - mit seiner schon mächtigen Effizienz ggü dem ICE - noch seine % zum rausholen.

    (beim i3 war der beginn 2013, insofern jaahre an kapazitätsgewinnung noch offen...)

    Bei Opel fahren sie ja hierzu bereits auf Michelin.


    gewisse "Raster" an Kapazität werden sich wohl einstellen, was man im Klein-/Kompakt und darüber hinaus an Kapazität im Markt erwartet.

    Ob es dann hier die 50 kWh sind oder vielleicht mal 60.....bis letztlich über 100 bei den dicksten Brummern.

    Ein MX-30 hat gerade mal 35 kWh und ist damit schon zu Beginn ziemlich umstritten...


    PS: Effizienz ergibt sich auch über Mindergewicht, bei gleicher Kapazität 100 kg abspecken mit neuer Zellstruktur etc., wäre auch ein Gewinn. Feststoffbatterie. Schnellladefähigkeiten gesteigert und damit die Stops kürzer/öfter, weniger unangenehm

  • Moin

    Die Reichweite ist in allen Modi gleich, nur das Ansprechverhalten des Pedals und damit das abrufen der Leistung ändert sich. Mir reicht im Stadtverkehr und meistens auch ausserhalb der ECO-Modus, da bekomme ich ausreichend Leistung ohne durchdrehende Räder. Im Sportmodus ist er schon sehr giftig und bei Feuchtigkeit muss man das Pedal sehr sanft drücken, sonst scharrt er wie wild mit den Hufen und kommt nicht vom Fleck.

    Für mich ist/war wichtig, das das Drehmoment immer voll anliegt. Die 395 NM machen sich vor allem auf der Landstrasse bei Überholvorgängen als auch auf der Autobahn beim Auffahren und überholen sehr bemerkbar.

    Aber zurück zur Kilometerangabe, ich habe mal ein Bild von am Montag nach dem Laden auf 90% angehängt.

    Schnellfahrer werden die WLTP Reichweite selten "erfahren", das gleiche gilt für den Winterbetrieb (bei allen E-Autos).

    Gruß

    ralle

    Dateien

    Edition 1.6 ecoFLEX,
    Argon Silber, EZ. 07/2014, meiner seit 05/2017 (mit 14000Km.),
    Start/Stop, Elektro- und Winterpaket, BMW Kurzstabantenne,
    Ladekantenschutz Kunstoff von Irmscher,
    LED Innen- und Kennzeichenbeleuchtung,
    Kamei Armlehne nachgerüstet.
    Rückfahrkamera nachgerüstet
    Seit 15.09.2020 nicht mehr in unserem Besitz :(:)

  • Nutzt du häufig den bordeigenen Navi und wenn du beispielsweise von A nach B, was mal angenommen gut über 500 km geht, berechnet das Navi auch den Weg zu den Ladestationen, wenn die Reichweite mal angenommen bei 350 km liegt?


    Berechnet das Navi also anhand der angegebene Reichweite so, dass man auch sicher die Ladestationen erreichen kann, ohne dass man auf der Straße liegen bleibt und was zahlt man für eine "Stromfüllung" bis zu 80 % Akkuladung? Von 100 % schreibe ich erstmal nicht, weil ich oft gelesen habe, dass 80 % Akkuladung völlig ausreichen, um weiter fahren zu können.

    • Opel Astra K Sportstourer mit 136 PS-Dieselmotor und AT (Baujahr 2016)
  • Die Kosten der Ladung richten sich danach ob du DC oder AC lädst und bei welchem Anbieter.


    Auf der Autobahn macht DC Schnellladen natürlich am meisten Sinn, je nach Anbieter variieren die Preise zwischen 0,50€ und 0,90€ pro kWh. Lädt man den Mokka von 10% auf 80% entspricht das grob gerechnet etwa 35 bis 40 kWh. Lädt man also z.B. 35kWh an einer Säule mit kosten von 0,50€ pro kWh sind das 17,50€

    Das man nur bis 80% lädt liegt vorallem daran, das die Akkus über 80% die Ladeleistung enorm herunterfahren, da sie sonst Schaden nehmen können. Man benötigt für die letzten 20% also sehr lange. Daher lieber weiterfahren und später ggf. nochmal schnell nachladen.

  • So wieder mal Zeit für eine kurze Aktualisierung.


    Der Mokka hat mittlerweile 4.100 km drauf und die ersten Erfahrungen mit der E-Mobilität liegen vor.


    1) Infrastruktur:

    Wallbox ist mittlerweile installiert und funktioniert soweit. Beim öffentlichen Laden gab es "Licht" und "Schatten".

    Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit umsonst beim Discounter (schnell) zu laden - damit wird in meinem Fall eine Wallbox

    fast unnötig.


    2) Kosten

    Es gibt aktuell nix billigeres um Mobil zu sein als E-Mobil - PUNKT (Fahrrad könnte auf dem selben Preisniveau liegen:-))


    3) Fahrzeug

    In meinen Haushalt habe ich einen Verbrenner und ein E-Auto. Das ist für mein Fahrprofil die optimale Kombination. Grund ist die

    sehr geringe Reichweite des Opel Mokka auf Autobahnen. Bei Reisegeschwindigkeit von 130 per Tempomat sind rund 200 km drin.

    Viel mehr geht nicht. Auf Kurzstrecke/Landstraße sind es knapp 320 km. Wer also öfters längere Strecken fährt für den ist ein Verbrenner

    besser geeignet (ggf. auch ein Tesla).


    4) Fahrzeugqualität

    Das Auto ist meiner Meinung nach super schön und sehr gut verarbeitet. Da es mein erster Opel ist kann ich zur Fehlerliste nur beschreiben.

    Vielleicht ist das ja "Stand der Technik".....


    a) Opel APP: Läuft immer noch nicht - ist mir aber mittlerweile auch egal - braucht kein Mensch (die Vorklimatisierung ist zwar nett und sinnvoll)
    Meiner wird im Winter nicht gefahren.

    b) Der Opel ist ein Franzose !!

    Der Opel hat sich zweimal mit "Bonjour" statt "Guten Tag" gemeldet. Bei Starten des Fahrzeugs sind sämtliche Einstellung in Französisch. Deutsch
    muss über das Menü aktiviert werden.

    c) Gestern blieb der komplette mittlere Bildschirm (Radiosteuerung, Telefonie, Rückfahrkamera usw.) schwarz. Es handelt sich um ein Anzeigeproblem
    die Funktionen waren noch vorhanden. Heute morgen wieder alles normal


    Fazit:

    Mehrheitlich positiv - für Stadtfahrer optimal - bin noch nie so günstig Auto gefahren. Wenn ich Langstrecke fahre nehme ich den Verbrenner.

    Auto ist sehr komfortabel - Emotionen sind eher nicht zu erwarten.


    Grüße Schnuffi1501