Beiträge von interconti

    Mr._Bean

    12,8V. Mit 12,0V ist die leer. Ich frage, weil ich eine zeitlang auch ein paar mal diesen Systemfehler hatte. Nach dem Tipp eines Servicetechnikers lud ich die Starterbatterie auf und die Meldung kam nie wieder. Dass sie hier nur unmittelbar nach dem Starten auftritt, könnte ein Hinweis darauf sein. Die simple Meldung "Bitte Starterbatterie nachladen" im Cockpit wäre zu einfach. Unser Golf kann das.

    Manch einer behauptet auch,dass man den Sytemfehler provozieren kann, indem man das HV System zu früh nach dem Türöffnen startet.

    Laut der Analyse in dem Dokument bringt dreiphasiges Laden an irgendwelchen Bauteilen, die spätestens bei 900V durchgehen, eine dauerhafte Spannung von mindestens 564V an 230V pro Phase, bei 240V halt mehr. Er schreibt was von einer PFC-Stufe, die da auch noch involviert ist und die Spannung noch etwas weiter erhöht. Eine leichte Spannungsspitze im Netz (das kann auch eine kleine Schwankung in einem der Phasenwinkel sein) erhöht dann wohl die Spannung in Richtung 700V. Einphasiges Laden soll wohl nur 325V anliegen lassen, so dass da mehr Reserven für Schwankungen sind.

    Lädst du jetzt dein Auto dreiphasig - egal bei welcher Stromstärke - und Mutti wirft den den guten alten 2400W Staubsauger an, dann flackert nicht nur kurz das Licht, sondern dir fliegt auch der OBC um die Ohren. So ungefähr stelle ich mir das vor.

    Ärgerlich oder dumm ist wohl, dass es statt der Teile, die bei 900V zünden, auch welche gibt, die bis 1200V aushalten und eigentlich Stand der Technik (und der Massenproduktion) sind.

    Es scheint eine überdurchschnittlich hohe Ausfallrate des Ladegerätes zu geben. Andererseits aber auch Lader der ersten Generation, die durchhalten. Letztendlich muss man aber auch sagen, dass die Elektrokleinwagen von Stellantis auf dem Markt einen sehr deutlichen Preisabschlag gegenüber den kleinen Flitzern z.B. aus dem VW Konzern erfahren. Und das bei vergleichbaren UVP Neupreisen. Da sind Klimakompressor und Onboard-Lader als Risiko vermutlich schon eingepreist :)

    Ich kann's versuchen, aber Elektrotechnik ist nicht gerade mein Spezialgebiet:

    1. Wenn möglich einphasig laden, denn die sich einstellende resultierende Spannung im Dreiphasenbetrieb kann bei Spannungsspitzen im Netz kritisch werden. Einphasig sind weit mehr Reserven in den Bauteilen.

    2. Die Stromstärke möglichst gering halten. Da sind irgendwelche Verbindungen, die sonst durchgehen können. Auch da liefert dreiphasig einen höheren resultierenden Strom und damit Widerstand (=Wärmeentwicklung).

    3. Das ganze Gerät ist nicht für Reparaturarbeiten entworfen worden. Einzelne kritische Bauteile können nicht ersetzt werden. Da müssten wohl ganze Platinen neu kommen.


    Vielleicht kann ein Techniker das noch besser erklären. Zusammengefasst läuft das Gerät im dreiphasigen Betrieb mit 11kW am Limit und manchmal geht halt was in Rauch auf.

    Laur1n

    Lies mal unmittelbar nach einer 11kW-Ladung aus der OBD die Ladertemperatur aus. Da solltest du einen Unterschied zwischen dem Mahle und dem Vmax sehen. Irgendwo im Internet hatte mal ein Kundiger einen Mahle zerlegt und dabei festgestellt, dass irgendwelche Elektrobauteile bereits im Normalbetrieb nahe ihrer Leistungsgrenze betrieben werden. Seine Aussage war auch, dass es diese Bauteile standardmäßig auch mit deutlich höheren Reserven zu kaufen gibt. Die Meinungen im Netz sagen dem Mahle ein grenzwertiges Schaltungsdesign nach. Andererseits gibt es aber wohl auch Mahle-Lader der ersten Generation, die bis heute ihren Dienst tun.


    Achso: Volle 11kW fließen nur selten. Irgendwo zwischen 10 und 11 laden die meisten Hersteller. Ich habe bei meiner Wallbox beobachtet, dass die tatsächliche Leistungsabgabe auch von der Netzspannung abhängig ist. Die pendelt bei uns zwischen 231 und 242V pro Phase. Da regelt meine WB nichts weiter aus.