Hallo zusammen,
qualitativ schlechter wird Opel sicher nicht. Was mir eher aufstößt, gerade als Kunde ist:
In der europäischen Autoindustrie entstehen Kosten, die mit Erträgen aus Massenware nicht mehr zu decken sind. Nicht erst seit der VW-Affäre müssen Dieselmotoren mit enormem Aufwand gereinigt werden, und die Grenzwerte sinken immer weiter.
Es geht nicht darum, den Diesel aus der Stadt zu verbannen. Das ist nur der Kampf im Schaufenster. Im Kern geht es darum, das Auto an sich zu vertreiben. Nach dem Diesel wird der Benziner an den Pranger gestellt werden, und wenn endlich alle elektrisch fahren, wird die Frage nach der Stromerzeugung gestellt und wie die Batterien recycelt werden sollen.
Am Ende hat die Metropole die klare Luft und eine Gemeinde auf dem Land den Batterien Abfall.
Die Entwicklung neuer Motoren und Getriebe verschlingt Milliarden. Hinzu kommt die vollkommene Ungewissheit, mit welcher Form von Antrieb wir in zehn oder zwanzig Jahren fahren werden. Die Industrie hat darauf bislang keine Antwort. Also entwickelt sie gleichzeitig Verbrennungs- und Elektromotoren. Das alles kostet Unsummen. Bewegt sich die Menschheit künftig wirklich elektrisch fort, sinkt darüber hinaus die Komplexität im Motoren- und Getriebebau.
In dieser Situation liegt es auf der Hand, sich in Größe zu retten. Da kommt Opel als Partner gerade recht.
Aber der Preis dafür wird weniger Fabriken, weniger Händler, weniger Zulieferer, weniger Eigenständigkeit sein. Kurzum, mir als Kunde wird ein Stück Vielfalt auf dem Automarkt genommen.