Das wird genauso eine Erfolgsstory der Grünen, wie das „Dosenpfand“ welches in den 90ern per Gesetz von Klaus Töpfer (CSU) zwar auf den Weg gebracht wurde, aber ohne Sachverstand von den Grünen umgesetzt wurde.
Das Ergebnis kennen wir heute, nicht mal jede zweite Flasche kommt zurück in den Kreislauf und zum Dank findet man die Weichmacher aus den Plastikflaschen im Blut der Jugend und gute 20.000 Seemeilen mit Schweröl Richtung Asien.
Zurück zum Thema.
Scheinargument weniger Verkehrstote. 2017 legten Kraftfahrzeuge nach Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen etwa ein Drittel ihrer Strecke auf Autobahnen zurück. Aber nur jeder achte Verkehrstote (12,9 Prozent) entfiel auf eine Autobahn. Von den 409 Menschen, die hier starben, wurden 181 bei Unfällen getötet, bei denen Autofahrer die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatten oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell gefahren waren. Ja, das sind 409 zu viel, keine Frage. Ich glaube nicht, dass sich die Anzahl signifikant ändern wird, da es dann vermehrt zu Elefantenrennen unter PKWs kommt.
Eine Studie des Umweltbundesamtes, die allerdings aus dem Jahr 1999 stammt, kam zu dem Ergebnis, dass sich durch ein allgemeines Tempolimit von 120 km/h der Stickstoffausstoß durch Pkw auf Autobahnen um 16 Prozent verringern würde. Beim CO2 wäre es ein Rückgang um 9 Prozent. Bezogen auf den gesamten Straßenverkehr wären es der Studie zufolge allerdings nur jeweils 2 Prozent.
Naja, 2 Prozent, besser als nichts. Aber, wir hier im Ruhrgebiet haben schon einen sehr großen Anteil auf Autobahnen Tempobegrenzt. Auf meinen täglichen Weg zur Arbeit, bereits knapp 38 KM von 47,7. Da kommt es mir auf die restlichen Kilometer auch nicht mehr an.
Kurzum, das was die Grünen fordern, ist in Ballungsgebieten bereits zu gut 80% umgesetzt. Sie möchten sich also von ihren Wählern feiern lassen, was eh schon vorhanden ist. Entweder, weil es Tempobegrenzungen schon gibt, oder es der Verkehr schon gar nicht mehr hergibt.
Die A40 zum Beispiel soll dem nächst zum Teil 8 spurig ausgebaut werden. Warum? Weil es u. a. die Grünen in über 15 Jahren Regierungsverantwortung, zusammen mit der SPD nicht geschafft haben, den öffentlichen Nahverkehr zu gestalten. Davon möchten die Grünen heute aber nichts mehr wissen, genauso wie beim „Dosenpfand“.
Heillandsack noch einmal, wenn der Wähler dann noch mitbekommt, dass sie es sind. Das schnelle Internet in Stadt und Gemeinderäten verzögern, müssen sie sich aber ranhalten, dass sie brav gewählt werden, bevor das jemand mitbekommt. Aber spätestens, wenn die Fastfoodketten ihre Waren nicht mehr mit dem LKW ins Zentrum liefern können und man mit dem schlecht ausgebauten Nahverkehr zum Burger essen auf die grüne Wiese fahren muss, dann wird das nochmal ganz eng für die Partei. Die Grünen haben für mich eine Mentalität wie der Suppen-Kasper, ich bin dagegen, Alternativen kenne aber auch ich nicht. Meine Generation würde sie „Muffi Schlümpfe“ nennen.
Die Grünen als Partei sind und waren wichtig, um Diskussionen anzuregen, aber das „Allheilmittel“ sind sie nicht und nutzen fast perfekt, Stimmungsbilder für ihr politisches Dar sein.