Hallo zusammen,
um meinen Post 22 mit etwas mehr Praxis zu beleben, habe ich am Samstag einen Test am Rande einer LTE-Funkzelle gemacht.
Hintergrund Information:
Das Handy strahlt seine Funkwellen in alle Richtungen aus. Bei den Basisstationen unterscheidet man zwischen der omnidirektionalen und der sektorisierten Basisstation.
Die omnidirektionale Basisstation steht im Zentrum einer Funkzelle und strahlt ihre Funkwellen genau wie das Handy in alle Richtungen (360° Abstrahlwinkel der Antenne) aus.
Die sektorisierte Basisstation wird zur Erhöhung der Gesprächskapazität eingesetzt. Sie strahlt ihre Funkwellen nur in einem von drei Sektoren einer Funkzelle aus.
Da der Mobilfunkkunde nicht immer innerhalb einer Zelle bleibt, kommt es vor, dass er sich an den Rand einer Funkzelle bewegt. Das Netz erkennt dann, wann es besser ist,
eine neue Verbindung zu einer anderen Basisstation aufzunehmen. Das Netz entscheidet dann anhand der Verbindungsqualität, welche Basisstation für eine Verbindung besser
geeignet ist.
Die Übertragung von Sprache (Telefonie) und Daten (Internet) sind die Hauptanwendungsgebiete der Mobilfunktechnik. Während bei der Telefonie die Anforderungen an die Bandbreite eher gering sind,
spielt die Reichweite eine viel größere Rolle. Telefonieren mit Mobilfunktechnik heißt vor allem überall erreichbar zu sein und selber jederzeit telefonieren zu können. Da sind Abstriche bei der Sprachqualität kein Problem.
Es lässt sich auch unter schlechten Empfangsbedingungen durchaus kommunizieren. Bei der Datenübertragung ist ungünstiger Netzempfang schlecht für die Übertragungsgeschwindigkeit. Ein schlechter Empfang führt zu einer
höheren Fehlerrate. Ist die Datenübertragung gestört müssen defekte oder verlorene Daten erneut übertragen werden. Das geht zu Lasten der effektiven Übertragungsgeschwindigkeit. Zum Ausgleich wird die Übertragungsrate
reduziert und somit auch die Fehlerrate. Aus diesem Grund schränkt man auch die Reichweite (Funkausbreitung) von Funksystemen für Datendienste ein und erhöht dadurch die Datenrate auf kurze Distanzen. Die Bandbreite und Reichweite von Mobilfunksystemen hängt unweigerlich zusammen. Will man viel Reichweite muss man die Bandbreite einschränken und aufgrund der Reichweite müssen sich viele Teilnehmer die Bandbreite teilen. Will man viel Bandbreite muss man die Reichweite reduzieren, damit weniger Störungen die Funkschnittstelle belasten und die Anzahl der erreichbaren Teilnehmer klein bleibt.
Ich habe den Test an einer solchen Funkzelle gemacht, wo ein Wechsel in eine andere Funkzelle statt findet. Umgangssprachlich könnt ihr Dieses anhand der Balken auf dem Handydisplay sehen. Je weniger Balken für den Netzempfang zu sehen sind, um so schlechter der Empfang.
Während also bauartbedingt die Handy-Antenne nicht so leistungsstark ist, ist die Übertragungsrate (links im Schaubild) geringer,
als mit der im Mokka verbauten Antenne, deren Leistung um ein Vielfaches höher ist (Mitte des Schaubildes).
Ich habe den Test knapp 6,8 KM entfernt von der LTE-Antenne gemacht, die nahe dem Flughafen-Münster/Osnabrück steht.
Warum dort? Zum einen, habe ich dort niemanden gestört (im Mokka mit dem Handy/Laptop spielen) fahren und mit dem Handy spielen kann ich nicht und würde ich persönlich auch nie machen.
Zum anderen fand ich es den idealen Ort, um es zu veranschaulichen, ohne das es mich sehr viel Zeit und Mühen gekostet hätte. Zum anderen habe ich Zuhause eine LTE-Antenne in unmittelbarer Nähe,
so das ein Speed Test wenig Sinn gemacht hätte.