Benzinpreis
Gesetz sorgt für Überraschung: Kraftstoff E10 plötzlich genau so teuer wie Super
13.01.2020
https://www.focus.de/finanzen/news/benzinpreis-e10-auf-einmal-genauso-teuer-wie-super-e5-das-steckt-dahinter_id_11542105.html
Viele Autofahrer haben beim Tanken in den ersten Tagen 2020 eine Überraschung erlebt: E10 ist teurer geworden und kostet inzwischen meist so viel wie Super. Grund ist ein neues Gesetz: Wer gewerbsmäßig Kraftstoff vertreibt, muss künftig eine höhere Biokraftstoffquote erfüllen.
Bislang gab es zwischen beiden Spritsorten je nach Anbieter ein paar Cent Preisunterschied. Der Grund für den Preisanstieg hängt mit dem Inhaltsstoff Bioethanol zusammen, wie die „WAZ“ berichtet.
In Super E5 liegt der Anteil von Bioethanol bei fünf Prozent, bei E10 hingegen doppelt so hoch. Seit Jahreswechsel gilt eine Änderung beim Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG
Unternehmen, die gewerbsmäßig Kraftstoffe vertreiben, müssen im Jahr 2020 eine höhere Biokraftstoff-Quote erfüllen.
Die gesetzliche Vorgabe lautet: Biokraftstoffe müssen mindestens sechs Prozent des gesamten verkauften Sprits ausmachen. Ziel der Neuerung ist ein Absenken der Treibhausgase.
Vorgaben für Biokraftstoff-Anteile stiegen kontinuierlich
Im Jahr 2015 lag die Vorgabe für den Anteil an Biokraftstoffen noch bei 3,5 Prozent, 2017 stieg der Anteil auf vier Prozent.
Die Erhöhung der Vorgabe auf sechs Prozent zum Jahreswechsel steigert die Nachfrage an der biologisch abbaubaren Kraftstoffbeimischung, wie Stefan Walter, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), in dem Bericht erläutert.
Die gesetzliche Vorgabe lautet: Biokraftstoffe müssen mindestens sechs Prozent des gesamten verkauften Sprits ausmachen. Ziel der Neuerung ist ein Absenken der Treibhausgase.
Vorgaben für Biokraftstoff-Anteile stiegen kontinuierlich
Im Jahr 2015 lag die Vorgabe für den Anteil an Biokraftstoffen noch bei 3,5 Prozent, 2017 stieg der Anteil auf vier Prozent.
Die Erhöhung der Vorgabe auf sechs Prozent zum Jahreswechsel steigert die Nachfrage an der biologisch abbaubaren Kraftstoffbeimischung, wie Stefan Walter, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), in dem Bericht erläutert.
Trotz der verschärften Vorgaben des Immissionsschutzgesetzes habe ihn der Preisanstieg bei E10 überrascht, so der Fachmann.
Nachfrage in Nachbarländern könnte Grund für Verteuerung sein
Eine mögliche Ursache für den Preissprung bei E10 sieht Experte Stefan Walter beim Blick auf Deutschlands Nachbarn: In Dänemark und Ungarn würden neuerdings ebenfalls mit Bioethanol versetzte Kraftstoffe verkauft. Luxemburg, die Niederlande und Frankreich sind schon länger Kunden auf dem europäischen Bioethanol-Markt. Das steigert die Nachfrage – und treibt den Preis.
Autofahrer können auf Preisrückgang hoffen
Doch Autofahrer müssen nicht befürchten, dass die E10-Preise dauerhaft hoch bleiben. Das erwartet zumindest Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e.V. (bft). Er ist überzeugt, dass die Preise wieder fallen, wie es in dem „WAZ“-Bericht heißt.
E10 als Möglichkeit, Emissionen einzusparen
Es bleibt die Frage: Warum sollte man überhaupt E10 tanken - der Preisvorteil fällt aktuell weg. Dazu kommt, dass der Energiegehalt des Kraftstoffes niedriger ist, der Verbrauch aber ein bis zwei Prozent höher. Damit zahlt der Fahrer für dieselbe Strecke im Verhältnis mehr als mit der Tankfüllung Super. Dennoch: E10 bietet im Autofahrer die Option, Emissionen einzusparen - ein Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen.