In 14 Tagen, also zum Genfer Autosalon, wird es wohl so sein: Dann fahren wir einen Peugopel. Oder einen Peupel?
Oder Popel ...
Hamburg – Opel kann einem Medienbericht zufolge darauf hoffen, nach einem Verkauf an Peugeot vorerst eigenständig zu bleiben. Das habe die Chefin des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors, Mary Barra, bei ihrem Besuch in Rüsselsheim am Mittwoch zugesagt, berichtete das „Manager-Magazin“ am Freitag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Verhandlungskreise.
Demzufolge soll Barra erklärt haben, Peugeot-Chef Carlos Tavares wolle zunächst auf Kontinuität setzen. Der amtierende Opel-Vorstand solle im Amt bleiben. Das gelte auch für den aktuellen Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Opel äußerte sich nicht.
Laut dem Bericht ist ein Verkauf der deutschen Tochter das klare Ziel der Gespräche von GM mit PSA Peugeot Citroen. Für die Franzosen sei dagegen auch eine Vertiefung der seit 2012 bestehenden Kooperation der Marken vorstellbar.
GM-Chefin Barra soll PSA unter anderem angeboten haben, die Elektroplattform des amerikanischen Konzerns gegen eine Lizenzgebühr in Europa zu nutzen. Opel-Chef Neumann will die Marke dem Magazin zufolge bis 2030 in einen reinen Anbieter von Elektroautos umwandeln. Dieses Szenario sei auch für die PSA-Führung denkbar. GM bringt gerade mit dem Chevrolet Bolt und dem Opel Ampera e zwei Elektroautos auf den Markt, die eine Reichweite von 500 Kilometern haben sollen.
BETRIEBSRAT INFORMIERT BELEGSCHAFT
Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der US-Konzern General Motors sich von seiner europäischen Tochter Opel und deren britischen Schwester Vauxhall trennen und beide Marken an die Franzosen abtreten will.
Am Donnerstag waren auf deutscher Seite Hoffnungen geäussert worden, Opel könne von tiefen Einschnitten verschont bleiben. Es gebe durchaus Signale, dass durch die Übernahme keine Standorte in Deutschland geschlossen werden müssten, hatte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer gesagt.