Servus miteinander,
unser Mokka-e (EZ 03/2021) hat es vorletzte Woche bei rund 52.000 km ebenfalls mit einem defekten OBC erwischt. Vom Opel-Autohaus wurde uns allerdings keine erweiterte Kulanz angeboten oder auch nur erwähnt.
Die Reparatur lief über die Spoticar-Gebrauchtwagengarantie. Da wir bereits über 50.000 km hatten, mussten wir 10 % der Materialkosten selbst tragen, in unserem Fall rund 250 Euro.
Daher meine Frage: Gibt es eine offizielle Stellungnahme von Opel/Stellantis zur erweiterten Abdeckung bzw. Kulanz für den OBC in Deutschland bzw. der EU? Bislang habe ich nur Informationen aus den Niederlanden gefunden. Falls es hierfür auch in Deutschland eine offizielle Regelung gibt, würde ich unseren Eigenanteil gerne zurückfordern.
Das Fehlerbild war bei uns recht eindeutig: Morgens wurde das Fahrzeug zum Laden angeschlossen, am Nachmittag ließ es sich nicht mehr fahren. Im Display erschien „Elektrische Störung“, außerdem hatte das Fahrzeug nicht geladen. Abschleppen ließ ich über den Schutzbrief unserer Kfz-Versicherung. Anschließend stand der Mokka zunächst eine Woche beim Autohaus, bevor er überhaupt geprüft wurde. Von Diagnose bis Reparatur dauerte es dann weitere vier Tage, wobei der neue OBC innerhalb von 24 Stunden geliefert wurde.
Nach der Abholung bemerkten wir am nächsten Tag außerdem zwei Beschädigungen im unteren Bereich des Kofferraums/Kennzeichens, die vorher definitiv nicht vorhanden waren. Sowohl Abschleppdienst als auch Autohaus weisen die Verantwortung von sich.
Leider reiht sich der OBC-Defekt bei uns in mehrere Probleme ein. Wir fahren den Mokka seit etwa 1,5 Jahren und haben ihn gebraucht mit 35.000 km für rund 16.000 Euro gekauft. Seitdem hatten wir bereits vier Werkstattaufenthalte.
Zunächst traten immer wieder verschiedene Fehlermeldungen auf. Beim ersten Werkstattbesuch konnte Opel keinen Fehler feststellen, berechnete aber knapp 200 Euro Diagnosekosten. Zwei Wochen später wurde schließlich ein defektes Kabel zum ABS-Sensor gefunden. Reparatur inklusive Laden der 12-V-Batterie: knapp 300 Euro. Spoticar lehnte die Kostenübernahme ab, da Kabel nicht versichert seien.
Im Mai 2026 machte dann die Lüftungsanlage Schlaggeräusche und fiel schließlich aus. Aufgrund der Insolvenz unseres damaligen Opel-Händlers und der Übernahme durch eine andere Vertragswerkstatt konnte die Garantiereparatur erst im Juli durchgeführt werden. Auch hier blieben knapp 300 Euro Diagnosekosten sowie 10 % Material-Eigenanteil bei uns.
Erschwerend kommt die Händlersituation hinzu: Ein anderer Opel-Händler in der Umgebung sagte mir bereits am Telefon, wenn das Fahrzeug nicht bei ihm gekauft worden sei, brauche ich gar nicht erst zu kommen. Die übrigen Opel-Händler sind mehr als eine halbe Stunde entfernt. Früher gab es bei uns mehrere Opel-Betriebe, inzwischen praktisch nur noch einen. Zum Vergleich: Bei VW haben wir vier Autohäuser im Umkreis von etwa 15 km.
Wir fahren in der Familie noch drei VW-Modelle und hatten auch dort schon Probleme. So hilflos und schlecht betreut wie bei Opel bzw. Stellantis haben wir uns bislang allerdings noch nie gefühlt.