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Mr._Bean

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:22

Anspruch auf Nacherfüllung (Abschluss Kaufvertrag ab 01.01.2002)

Quelle: http://www.internetratgeber-recht.de/Kau…e_kaeufer_6.htm[/URL]

Zitat

1. Ist die Kaufsache mangelhaft, muss der Käufer zunächst Nacherfüllung (= Nachbesserung oder Ersatzlieferung) gegenüber dem Verkäufer verlangen. Der Verkäufer soll so eine „zweite Chance“ zu vertragsgemäßen Erfüllung erhalten.

2. Erst, wenn die Nacherfüllung fehlschlägt, sie vom Verkäufer verweigert wird oder die Nacherfüllung dem Käufer nicht zumutbar ist, kann er Minderung des Kaufpreises verlangen oder vom Vertrag zurücktreten und/oder Schadensersatz verlangen oder alternativ zum Schadensersatz Ersatz seiner vergeblichen Aufwendungen verlangen.
Eine Nachbesserung gilt nach dem zweiten Versuch als fehlgeschlagen, wenn sich nicht insbesondere aus der Art der Sache oder des Mangels oder den sonstigen Umständen etwas anderes ergibt, § 440 Satz 2 BGB.

3. Der Käufer kann bei der Nacherfüllung zwischen Nachbesserung und Ersatzlieferung frei wählen.

4. Der Verkäufer ist berechtigt, die Nachbesserung oder Ersatzlieferung zu verweigern, wenn die Nacherfüllung nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich ist (§ 439 Abs. 3 BGB). Der Käufer ist in diesem Fall auf die jeweils andere Form der Nacherfüllung (Nachbesserung oder Ersatzlieferung) beschränkt. Auch der nun gewählten Form der Nacherfüllung kann der Verkäufer wiederum den Einwand unverhältnismäßig hoher Kosten entgegenhalten. Dies hat zur Folge, dass der Nacherfüllungsanspruch insgesamt entfällt und der Käufer auf die Rechte aus Minderung / Rücktritt und Schadensersatz beschränkt ist. Maßstab für die Unverhältnismäßigkeit der Nacherfüllungskosten ist

der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand,
die Bedeutung des Mangels und
die Frage, ob der Käufer ohne erheblichen Nachteile auf die Nachbesserung bzw. Ersatzlieferung zurückgreifen könnte.
5. Ist der Verkäufer zur Nacherfüllung verpflichtet, muss er die dadurch verursachten Aufwendungen, insbesondere die Transportkosten, Wegekosten, Arbeitskosten und Materialkosten, übernehmen.

6. Wählt der Käufer die Nachbesserung der Kaufsache, so hat der Verkäufer im Regelfall zwei, höchstens aber drei Versuche, um den Mangel zu beseitigen.




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Bei Ersatzlieferung mangelhafter Ware kein Wertersatz nötig

Quelle: http://www.golem.de/0811/63830.html

Zitat

Bei Ersatzlieferung mangelhafter Ware kein Wertersatz nötig
Europäisches Recht schlägt das BGB
Im Gesetz steht es anders, aber der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Käufer bei einer Ersatzlieferung für eine mangelhafte Ware keinen Wertersatz für die Nutzung der Geräte zahlen muss. Das Urteil bringt Hardwarekäufern einige Vorteile.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) steht unter Paragraf 346: (1) Hat sich eine Vertragspartei vertraglich den Rücktritt vorbehalten oder steht ihr ein gesetzliches Rücktrittsrecht zu, so sind im Falle des Rücktritts die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben.
(2) Statt der Rückgewähr oder Herausgabe hat der Schuldner Wertersatz zu leisten [...].

Das sieht der Bundesgerichtshof nicht so. Der Verbraucher hat dem Spruch nach keinen Wertersatz für die Nutzung der zunächst gelieferten Kaufsache zu leisten. Der Grund für diese ungewöhnliche Entscheidung liegt in der europäischen Verbrauchsgüterkaufrichtlinie.

Das oberste deutsche Gericht hatte folgenden Fall zu entscheiden: Eine Verbraucherin kaufte bei einem Versandhändler einen Herd und stellte erst rund eineinhalb Jahre später fest, dass sich die Emailleschicht im Backofen abgelöst hatte. Eine Reparatur war unmöglich, woraufhin der Händler den Backofen austauschte. Der Versandhändler verlangte für die bis dahin angefallene Nutzung des Gerätes Geld. Die Kundin wandte sich an den Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände e. V. Der Verband forderte die Rückzahlung des Wertersatzes.

Der Rechtsstreit ging durch die Instanzen und landete schließlich beim Bundesgerichtshof. Von dort aus wurde der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften bemüht und gefragt, ob der BGB-Paragraf mit der EU-Richtlinie harmoniert. Dem ist nicht so und damit hat beim Verbrauchsgüterkauf der Verkäufer keinen Anspruch auf Wertersatz für die Nutzung der mangelhaften Sache.

Der Gesetzgeber will in einer Änderung des BGB diesem Umstand bald Rechnung tragen. (ad)



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Regeln beim Abschluss eines Kaufvertrags

Quelle: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de…/link7059A.html

Zitat

Nachbesserung und Ersatzlieferung
Hat der Kaufgegenstand einen Mangel, können Verbraucher zunächst einmal nur die so genannte Nacherfüllung verlangen. Es gibt zwei Arten der Nacherfüllung: die Reparatur und die Ersatzlieferung. Grundsätzlich hat der Käufer ein Wahlrecht. Ist dem Verkäufer die vom Verbraucher gewählte Art der Nacherfüllung nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich, kann er sie ablehnen und die andere Form der Nacherfüllung wählen.

Der Verkäufer darf also etwa den vom Kunden verlangten Austausch eines Computers ablehnen, wenn ein Ersatzgerät übermäßig teuer wäre. Dann muss sich der Kunde mit einer Reparatur zufrieden geben. In der Regel kommt bei geringwertigen Waren, bei denen sich eine Reparatur wirtschaftlich nicht lohnt, eher eine Ersatzlieferung in Betracht, bei höherwertigen Produkten eine Reparatur.

Ist eine Ersatzlieferung die angemessene Art der Nacherfüllung, ist dem Verbraucher nur ein einziger Versuch zumutbar. Ist zum Beispiel ein ausgetauschtes Bügeleisen wiederum defekt, kann der Kunde den Kaufpreis zurückverlangen.

Doch auch bei einer Reparatur stehen dem Verkäufer keinesfalls unbegrenzte Versuche zu. Das Gesetz sieht vor, dass der Käufer die Nachbesserung in der Regel höchstens zweimal dulden muss, bevor er von seinen weiter gehenden Rechten Gebrauch machen kann.

In der Praxis kommt es auf den Einzelfall an. Gerichte haben schon die Ansicht vertreten, dass bei technisch komplizierten Geräten wie zum Beispiel einem Computer allenfalls drei Versuche akzeptiert werden müssen. Nur ein einziger Versuch kann zumutbar sein,
wenn der Kunde dringend auf den erworbenen Gegenstand angewiesen ist,
wenn die Ware zur Reparatur an den Hersteller geschickt werden muss;
wenn der Gegenstand technisch unkompliziert ist, wie Kaffeemaschine oder Toaster;
wenn der Verkäufer sich beim ersten Nachbesserungsversuch als unzuverlässig erwiesen hat.
Die Kosten jeder Nacherfüllung, ob Reparatur oder Ersatzlieferung, trägt allein der Verkäufer. Er darf dem Käufer beispielsweise weder Porto fürs Einsenden an den Hersteller noch Ersatzteil- und Lohnkosten berechnen.

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:23

Ratgeber Recht — AUTO BILD 17/2008 — 25.04.2008

Ihr Recht in der Werkstatt

Quelle: http://www.autobild.de/artikel/ratgeber-recht-677047.html

Zitat

Ein Werkstattbesuch birgt viele Fallen. Egal ob normale Inspektion oder teure Reparatur, nehmen Sie sich Zeit in der Werkstatt. AUTO BILD sagt Ihnen, welche Rechte Sie haben und worauf Sie achten müssen.

Inhalt:

•Auftragserteilung

• Abnahme

• Bezahlung

• Ersatzteil

• Fehlersuche


• Fristen

• Gewährleistung Gesetzlicher, bedingungsloser Anspruch

• Kostenvoranschlag


• Kulanz Freiwillige, nicht einklagbare Leistung des Herstellers oder der Werkstatt.

• Leih- oder Mietwagen

• Minderung

• Nacherfüllung/ Nachbesserung

• Pleite der Werkstatt

• Reparatur ohne Auftrag

• Reparaturschaden

• Reparatur, vergebliche Reparaturen

• Schadensersatz

• Übergabeprotokoll

• Verlängerung der Garantie

• Vorschuss

• Jede Erweiterung des Auftrags bedarf der Zustimmung des Kunden,

• Halten Sie den Inspektions- oder Reparaturaufwand schriftlich fest.

• Machen Sie ein Übergabeprotokoll


• Prüfen Sie nach Schweißarbeiten

• Kennzeichnen Sie möglichst vor der Reparatur auszutauschende Teile.

• Lassen Sie sich die Altteile immer in den Wagen legen.



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KFZ-Schiedsstellen und der Schiedsspruch

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:24

KFZ-Schiedsstelle vermittelt zwischen Autofahrer und Werkstatt

Quelle: news.de/auto/855077184/kostenlos-recht-bekommen/1/

Zitat

Kostenlos Recht bekommen

Viele Autofahrer kennen sie nicht: die Kfz-Schiedsstellen. Doch wenn es zwischen Kunde und Werkstatt mal wieder kracht, sind sie hilfreiche Schlichter. Und das kostenlos. Das spart den Gang vor Gericht - und damit bares Geld.

Das Verhältnis zwischen Autobesitzer und Autowerkstatt ist mitunter höchst prekär. Immer wieder rügen Fachzeitschriften bei ihren Werkstatt-Tests schlampige Arbeit. Autofahrer ärgern unerwartet hohe Preise, während manche Werkstatt gar versucht, ihre Einnahmen aufzubessern, indem ungefragt teurer Scheibenreiniger in die Scheibenwaschanlage gekippt wird.

Doch auch seitens der Autofahrer gibt es Mängel: «Allzu oft nämlich geben die Auftraggeber nicht konkret an, was sie wünschen - und was nicht», berichtet Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Beweisführung oft problematisch

Oft fühlen sich Autofahrer den Werkstätten ausgeliefert und von ihnen übervorteilt. Doch die Beweislast ist schwierig. Wurde wirklich zu teures Öl eingefüllt? War das Ersatzteil tatsächlich notwendig? Geht es um geringe Beträgen oder eine schwierige Beweislage, ist es riskant, zu prozessieren.

«Zweifelhafte Erfolgsaussichten sowie ein hohes Kostenrisiko, wenn keine Rechtschutzversicherung die Prozesskosten übernimmt, führen leicht dazu, aus wirtschaftlichen Überlegungen auf die Durchsetzung eines rechtlichen Anspruchs zu verzichten», weiß der auf Verkehrsrecht spezialisierte Anwalt Michael Winter aus Kornwestheim.

Der Klageweg bleibt offen

Wer mit der Leistung oder Abrechnung seiner Kfz-Werkstatt nicht zufrieden ist und den mitunter langen Weg zum Gericht vermeiden möchte, sollte sich an eine der 130 regionalen Schiedsstellen für das Kraftfahrzeuggewerbe wenden. Die vor 40 Jahren vom ADAC und dem ZDK ins Leben gerufenen neutralen Schlichtungsstellen regeln Beschwerden unbürokratisch und für den Verbraucher kostenlos.

Allein im vergangenen Jahr geschah dies 13.500 Mal. Rund 90 Prozent der Anträge wurden schon im Vorverfahren erledigt. Der Schiedsspruch ist für die Werkstatt oder den Händler bindend. Sie haben kein Revisionsrecht. «Gut für den Verbraucher: Ist er mit dem Ergebnis des Schiedsspruchs nicht zufrieden, kann er immer noch den Klageweg vor den offiziellen Gerichten bestreiten», erklärt Jürgen Grieving vom ADAC.

Schiedsstellen oft unbekannt

In der Regel sollte eine Schiedsstelle innerhalb von zwei Wochen schriftlich angerufen werden. «Das geht ganz einfach mit einer kurzen Schilderung des Sachverhalts aus Sicht des Kunden und der Bitte um Überprüfung», sagt ZDK-Sprecher Köster. Die Schiedsstellen urteilen beispielsweise über die Notwendigkeit von Instandsetzungen, die Qualität erbrachter Leistungen oder die Richtigkeit der Rechnung. Das Schiedsverfahren ist kostenlos - vorausgesetzt, die Kfz-Werkstatt ist Mitglied der Kfz-Innung. In den Spruchstellen sind Meister ihres Fachs, Kfz-Sachverständige, aber auch Autoclubs vertreten, um eine möglichst ausgewogene Sachkenntnis und eine gute Interessenvertretung zu erreichen.

Trotz der unbestrittenen Erfolgsgeschichte wissen viele Autofahrer wenig über die Kfz-Schiedsstellen. Laut DAT-Report und ADAC-Umfragen ist 48 Prozent der Befragten die Kfz-Schiedsstelle völlig unbekannt. Bei den 30- bis 49-jährigen Autofahrern kennen sie nur 42 Prozent und bei den unter 30-Jährigen weiß nur jeder Fünfte (17 Prozent) etwas über den Weg der außergerichtlichen Schlichtung. Und lediglich knapp 30 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer wissen von der Existenz dieser hilfreichen Schiedskommission für Verbraucher.

Klare Absprachen vermeiden Ärger

Um Probleme bereits vorab auszuschließen, sollte man unbedingt den Umfang der Reparatur und den Kostenrahmen klären. Übersteigt der Preis die vereinbarte Grenze um weniger als 15 Prozent, muss die Werkstatt keine weitere Rücksprache mit dem Auftraggeber halten. Ergeben sich jedoch darüber hinausgehende Reparaturen, müssen sie vorab mit dem Kunden besprochen und von ihm bestätigt werden. «Sollten nach der Reparatur Zweifel an der Notwendigkeit aufkommen, sollte man sich die ausgebauten Teile von der Werkstatt aushändigen lassen», empfiehlt Rainer Hillgärtner vom Autoclub ACE: «Sie können vor der Schiedskommission als entscheidender Beleg gelten.»


sis/ham/news.de/ddp



http://www.kfz-schiedsstellen.de/

http://www.kfz-schiedsstellen.de/recht-s…hen-finden.html

http://www.adac-ortsclubs.de/technik/kfz-schiedsstellen

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:25

Quelle: http://www.autoservicepraxis.de/cms/1039873

Zitat


Behebbarer Mangel kann Rücktrittsgrund für Autokauf sein


Autokäufer können einen Wagen mit erheblichem Mangel auch dann zurückgeben, wenn sich später herausstellt, dass der Fehler recht einfach zu reparieren gewesen wäre. Das entschied der Bundesgerichtshof am Mittwoch in Karlsruhe und gab damit einem Autokäufer recht, der nach mehreren Reparaturversuchen unter anderem wegen Lenkproblemen vom Kaufvertrag zurückgetreten war. Erst im anschließenden Gerichtsverfahren hatte ein Sachverständiger festgestellt, dass sich der Fehler mit verhältnismäßig geringem Aufwand hätte beheben lassen. (Az. VIII ZR 139/09).

Hierauf komme es jedoch nicht mehr an, urteilte der BGH und bestätigte damit seine bisherige Rechtsprechung. Bei der Frage, ob ein Mangel so erheblich ist, dass er zum Rücktritt berechtigt, komme es auf den Zeitpunkt der Rücktrittserklärung an. Spätere Erkenntnisse bräuchten dabei nicht berücksichtigt werden. Im Streitfall kaufte der Kläger im September 2003 vom Beklagten einen neuen Mazda6 Kombi für 25.860 Euro. Mit Schreiben vom 23. November 2005 trat der Kläger dann nach zahlreichen Werkstattaufenthalten vom Kaufvertrag zurück.

Da der Rücktritt schon wegen der Lenkprobleme Erfolg hatte, musste der BGH nicht entscheiden, ob auch leichte Rostanhaftungen am Unterboden eines Neufahrzeugs einen ausreichenden Rücktrittsgrund dargestellt hätten. Die Vorinstanz, das OLG Rostock, hatte noch zugunsten des Verkäufers entschieden. Begründung: Anders als die Rostanhaftungen am Unterboden stellten die Fehler an der vorderen Achseinstellung zwar einen Mangel dar, dieser sei jedoch u.a. wegen der im Verhältnis zum Kaufpreis geringen Mangelbeseitigungskosten von weniger als fünf Prozent unerheblich und berechtige nicht zum Rücktritt vom Kaufvertrag. (dpa/ng)

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:26

Fehldiagnose Kfz Vertragshändler

http://www.frag-einen-anwalt.de/Fehldiag…r-__f52807.html

Zitat

Folgendes Problem,

Ich besitze einen Fahrzeug mit welchen ich im Oktober liegen geblieben bin. Das Fahrzeug wurde in eine freie Werkstatt gebracht. Dort wurde festgestellt das der Motorsteuerkabelbaum defekt sei und ersetzt werden muss.(Nachweislich) Nach dem dies erfolgte sprang das Fahrzeug immer noch nicht an - bzw. nur ab und zu. Ich wurde an den Vertragshändler verwiesen, da die freie Werkstatt nur beschränkt Handlungsfähig ist.

Ich stellte das Fahrzeug am 5.11. beim Vertragshändler vor mit der Information Fehlerverlauf, gewechselte Teile, Fehlercode. Ich bekam einen Annahmeschein wo ersichtlich ist. Fahrzeug springt nicht an oder geht wärend der Fahrt aus.
Fehlersuche - Kurztest 15 AW zu 10 Euro -Reparatur nach Rücksprache.

Nach einer Woche bekam ich einen Anruf wo ausgesagt wurde es liegt an einem Bauteil am Getriebe (Anlasserkranz). Dort fehlte ein Zahn. Ich sagte das das Fahrzeug schon immer beim Anlassen Geräusche machte und ob Sie sich sicher sind das es daran liegt.

"Antwort war wortwörtlich"" Sie können uns doch nicht an die Wand nageln" Ich fragte also ob Sie andere Bauteile ausschließen könnten.

"Antwort war : es ist alles in Ordnung - das Steuerteil schliessen Wir aus"
Ich stimmte der Reparatur mündlichzu - in der Hoffnung das der Vertragshändler schon das richtige tut. Gesamtkosten mit Kurztest 800 Euro.

Eine Woche später dann der Anruf von MIR was denn nun ist. Die Aussage war - das Fahrzeug läuft nicht - aber es hätte damit zutun.
Sie müssten weiter suchen.

Wieder eine Woche später der Anruf ,das dass Steuerteil was vorher ausgeschlossen wurde zur Überprüfung eingeschickt werden muss.

Eine Woche später der Anruf Es ist defekt - Reparatur 600 Euro.
Ich fragte was den da mit der ersten Reparatur ist. Anwort war. Es hat schon damit zutun und Sie müßten nach Ihrem vorgegebenen Schema vorgehen.

Ich fragte also nach den gesamt Kosten.

Da wurde mir gesagt erste Reparatur 1200 Euro plus 600 Euro für das Steuerteil.
Ich fragte nach, wie es bei der ersten Rechnung aus 800 Euro nun zu 1200 Euro kommt.
Antwort war " Sie mussten ja weiter suchen und weil ich nun so lange warten muß erlassen Sie mir von der ersten Rechnung 200 Euro.(also 350 Euro Diagnose)

Zornig sagte ich Steuerteil instandsetzten!

Am 16.12.08 kam das Steuerteil wieder - Wieder mußte ich nachfragen was nun mit dem Fahrzeug ist. Mir wurde gesagt das dass Fahrzeug mit reparierten Steuerteil nun garnicht mehr läuft und es wieder eingeschickt werden muss. Wenn es nicht mehr zu reparieren geht würde ein neues für 2400 Euro nötig sein.(Vorher lief das Fahrzeug wenigsten bedingt) (Zeugen vorhanden)

Nun bin ich auf Januar vertröstet wurden.

Für mich liegt hier nahe das mir die unnötigen Kosten auferlegt werden sollen.

Auch kann ich als privat Person nicht wissen welche Vorgaben der
Händler bei Fehlersuche hat.

.
Meine Frage nun:

Muss ich weitere Kosten in Kauf nehmen wenn Die mein Steuerteil kaputt Reparieren.

Muss ich trotz des Annahmeschein mit 15 AW die weiteren Fehlerdiagnosen zahlen.(darauf hingewiesen hat mich keiner)

Muss ich die erste Rechnung so in Kauf nehmen obwohl es nicht der Fehler war.

Kann ich Anspruch auf Nutzungsausfall stellen.

Ist das so rechtlich in Ordnung das alles mündlich abgewickelt wird.

Das Fahrzeug ist ein gebrauchtes Fahrzeug der Oberklasse ohne Garantieanspruch. Da ich nicht weis ob ich den Hersteller hier öffentlich bekannt geben darf nur der Sitz "Stuttgart"

Ich würde mich freuen wenn Sie mir einen Rat geben könnten.

Vielen Dank


Sehr geehrte Fragende,

was Ihnen passiert ist, ist sehr ärgerlich.

Zunächst zur rechtlichen Einordnung:
Sie haben einen Werkvertrag über die Reparatur des Fahrzeuges abgeschlossen - Werkvertrag deshalb, da nun der Erfolg geschuldet werden soll: Sie haben stets neue Aufträge erteilt:
1. Anlasserkranz (Zustimmung mündlich, das ist ausreichend)
2. Steuerteil instandsetzen

Die Werkstatt, die den Auftrag angenommen hat, ist folglich verpflichtet, den Erfolg herzustellen: d.h. obige beiden Punkte einwandfrei zu erledigen.

Die Werkstatt muss daher alles unternehmen (aber eben auch nicht mehr) als den vorliegenden Fehler zu beseitigen und die Teile zu reparieren.

Dabei haben Sie als Laie keinen Überblick und müssen sich auf die Kommentare verlassen, welche Teile genau denn nun fehlerhaft sind.

Problematisch ist jedoch, dass Sie zu den einzelnen Aufträgen stets das Einverständnis ausdrücklich gegeben haben, auch, wenn Sie sich auf die Aussage verlassen haben.
Daher handelte die Werkstat auftragsgemäß.
Fraglich ist, was genau der Fehlertest ergeben hat und was Basis der Absprachen war (ggf. sollte näher vorgetragen werden).
Wenn Sie jedoch jedes Mal der Reparatur kurz zugestimmt haben, so haben Sie auch hierfür die Kosten zu übernehmen, wenn die Reparatur einwandfrei ausgeführt werden würde.

Jedoch müssen Sie nicht für unnötiges „Herumsuchen“ die Kosten übernehmen, sprich wenn diese Kosten auf mangelndem Wissen der Werksatt zurückzuführen sind (also Fehlversuche). Dies gilt auch für erfolglose Reparaturen, die gar nicht den Fehler enthielten. Allerdings ist hier problematisch, inwieweit beweisbar ist, dass diese Reparaturen sinnlos sind oder Ihnen falsche Informationen gegeben bzw. richtige vorenthalten wurden.

Des weiteren müssen Sie nicht für Schäden, die durch die Reparatur entstanden sind, Kosten übernehmen, können sogar eigene Ansprüche auf Schadensersatz stellen (wenn das Steuerteil also nach Ihrer Frage „kaputtrepariert“ wird, dafür haftet die Werkstatt).

Einen Anspruch auf Nutzungsausfall haben Sie nur, wenn das Fahrzeug aufgrund eines Verschuldens der Werkstatt länger als notwendig dort verblieben wäre. Oft stellen die Autohäuser aber auf Kulanzbasis ein Ersatzfahrzeug für kurze Zeit.

Ich würde Ihnen raten, morgen einen Kostenvoranschlag für alle noch ausstehenden Arbeiten sich schriftlich geben zu lassen und nur diese Reparaturen einzeln freizugeben. Dann dürfen auch nur diese abgerechnet werden. Ich würde keine mündlichen Abreden mehr vornehmen, da auch hier die Beweisproblematik bestehen könnte, falls tatsächlich mehr erledigt wurde.

Auch sollte der Werkstatt schriftlich eine Frist gesetzt werden, bis wann die Reparatur fertig ist und sie auffordern genau mitzuteilen, was sie als Reparatur und warum vorschlägt – dann können Sie nämlich die Werkstatt auch hierauf festnageln und bei Fehlern/Verzug zusätzlichen Kosten Ansprüche geltend machen bzw. die Bezahlung zu Recht verweigern!

Letztendlich kann dies aber nur, wenn Sie meinen, dass eine Fehlreparatur vorliegt, ein Gutachter entscheiden. Dann steht der Werkstatt ggf. ein Teil der Vergütung nicht zu und Sie könnten unter diesen Umständen auch Nutzungsausfall bzw. Schadensersatzansprüche geltend machen.

Zudem ist zu beachten, dass Sie das Werk abnehmen müssen, d.h. überprüfen Sie nach Übernahme des Wagens auf Fahrtüchtigkeit, d.h. die Vergütung wird auch dann erst fällig, wenn Sie das Werk abgenommen haben, d.h. wenn der Erfolg der Reparatur eingetreten ist.

Achtung: Falls Sie einen teil der Rechnung nicht bezahlen wollen, weil Sie die Kosten als zu hoch ansehen, könnte es passieren, dass die Werkstatt ein Zurückbehaltungsrecht geltend macht und den Wagen nicht herausgibt (abhängig von der noch offenen Höhe der Rechnung).

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Bei einem derart komplizierten Sachverhalt würde ich jedoch, falls Sie nichts schriftliches erhalten oder die Rechnung tatsächlich zu hoch ausfällt, einen Rechtanwalt beauftragen. Gerne stehe ich Ihnen diesbezüglich im Rahmen eines neues Auftrages zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Corina Seiter
- Rechtsanwältin -

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:26

Die KFZ Wandlung

Quelle: http://www.automobilkanzlei.de/wandlung-kfz

Zitat

Mit einer KFZ Wandlung kann die Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeugs erreicht werden. Voraussetzung hierfür sind vor allem Mängel am Auto. Obwohl mit der Wandelung umfassende Veränderungen in den Rechtsbeziehungen zwischen Autohändler und Fahrzeugkäufer verbunden sind, sind die Voraussetzungen für eine Auto Wandlung oftmals schnell erfüllt. Entsprechend gut sind die Chancen für eine erfolgreiche Wandlung.

Voraussetzungen der KFZ Wandlung

Für die erfolgreiche Wandlung beim Autokauf müssen die folgenden Voraussetzungen vorliegen:

1. Erheblicher Mangel
2. (Entbehrliche) Fristsetzung
3. Erklärung der Wandlung / des Rücktritts

Zu den Voraussetzungen im Einzelnen:

Erheblicher Mangel


Um einen Autokaufvertrag zu wandeln muss das Auto zunächst mangelhaft sein. Ein Mangel am Auto liegt insbesondere vor, wenn das Fahrzeug nicht die zwischen Verkäufer und Käufer vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit eine Beschaffenheit nicht ausdrücklich vereinbart ist, liegt ein Mangel vor allem dann vor, wenn sich das Fahrzeug nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet (vgl. auch die Urteile zur Fahrzeug-Wandlung).
Sowohl die Existenz, als auch der Umfang des oder der Mängel kann problematisch sein. In Prozessen zur Wandelung wird gerade über diesen Punkt viel und umfassend gestritten. Oftmals ist die Einholung eines Sachverständigengutachtens unausweichlich.

(Entbehrliche) Fristsetzung

Dem Verkäufer des Autos muss erfolglos eine angemessene Frist zur Nacherfüllung (Mangelbeseitigung oder Lieferung einer mangelfreien Sache) gesetzt worden sein. Wann eine Frist angemessen ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
In bestimmten Fällen ist eine Fristsetzung entbehrlich. Von besonderer praktischer Bedeutung sind dabei Situationen, in denen die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der Verkäufer zweimal erfolglos nachgebessert hat. War das Fahrzeug also zweimal zur Mangelbeseitigung in der Werstatt des Verkäufers und ist der Mangel immer noch vorhanden, kann die Wandelung ohne Weiteres erklärt werden.
Weitere Ausnahmefälle zur Fristsetzung ...

Erklärung der Wandlung / des Rücktritts

Die Wandlung bzw. der Rücktritt muss dem Vertragspartner gegenüber erklärt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Händler vor Ort, bei dem das Fahrzeug übergeben wurde, nicht unbedingt der Vertragspartner sein muss.
In jedem Fall sollte die Rücktrittserklärung aus Beweisgründen schriftlich erfolgen und der Zugang beim Vertragspartner unter Angabe des Datums dokumentiert sein.

Sind die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, kann das Fahrzeug gewandelt werden.

Folgen der Wandlung des KFZ

Soweit die Voraussetzungen der Wandlung erfüllt sind, hat der Autokäufer einen Anspruch auf Rückabwicklung des KfZ-Kaufvertrages. Dieser folgt alleine aus den gesetzlichen Vorgaben. Die Rückabwicklung des Autokaufvertrages steht damit nicht im Ermessen des Verkäufers. Der in der Praxis immer wieder anzutreffende Hinweis der Autohäuser, für eine Rückabwicklung müsse zuerst die "Genehmigung des Herstellers“ eingeholt werden, ist falsch. Der Käufer hat einen eigenständigen Anspruch auf Rückabwicklung.
Die Rückabwicklung beinhaltet vor allem die Rückgabe des Fahrzeugs und die Rückzahlung des Kaufpreises. Daneben sind eine Nutzungsentschädigung und die Kapitalverzinsung zu berücksichtigen. Eventuelle Aufwendungen des Käufers hat der Verkäufer oftmals ebenfalls zu ersetzen. Die einzelnen Positionen sind in der Praxis immer wieder problematisch.
Siehe auch:
Wandlung PKW: der Ablauf
Checkliste: Wandlung Kfz

Kosten und Kostenerstattung bei der Wandlung des KFZ

Die Kosten der Wandlung eines KfZ trägt der Verkäufer. Zu den Kosten gehören insbesondere Fahrtkosten, Gutachterkosten und die Kosten für einen Anwalt und das Gericht. Die Kosten der Wandlung stellen üblicherweise einen Schaden des Käufers dar, den der Verkäufer ersetzen muss. Dafür müssen lediglich die oben genannten Voraussetzungen der Wandlung erfüllt sein.
Soweit eine Rechtschutzversicherung exstiert übernimmt diese die Kosten. Ausreichend ist regelmäßig eine auf das Fahrzeug bezogene Verkehrsrechtschutzversicherung. Dies ist gerade auch für Unternehmer interessant, die nur eingeschränkten Zugang zu Rechtschutz in Vertragsangelegenheiten haben.

Besondere Konstellationen der Wandlung

Wandlung von Neuwagen

Es wäre verfehlt, Mängel nur bei älteren Autos zu erwarten. Gerade die Wandlung von Neuwagen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Grund dafür ist die ständig zunehmende technische Komplexität der Fahrzeuge. Insbesondere die Elektronik der Fahrzeuge bzw. die zunehmende Computerisierung führt zu einer Vielzahl von Mängeln, die oftmals die oben genannten Voraussetzungen für den Rücktritt vom Kaufvertrag erfüllen. Im Ergebnis ist es oft mit Erfolg möglich, das Auto zu wandeln und die Rückabwicklung des Autokaufs durchzusetzen. Weitere Einzelheiten …

Rückgaberecht?

Es existiert kein allgemeines Kfz Rückgaberecht. Insbesondere kann in der Regel nicht einfach durch die Einhaltung einer besimmten Frist vom Kaufvertag zurückgetreten werden. Solche Möglichkeiten existieren allenfalls im Fernabsatz, der jedoch beim Kfz-Kaufvertrag und dessen Wandelung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Kfz-Rückabwicklung ist vielmehr von den vorgenannten Voraussetzungen der Auto Wandlung bzw. des Auto Rücktritts abhängig.

Abschließende Anmerkung zum Begriff der Wandlung

Der Begriff der Wandlung ist schon etwas älter. Seit der Reform des Schuldrechts ist der Begriff der Wandlung durch den des Rücktritts ersetzt (und strukturell etwas verändert) worden. Dennoch wird in der Praxis bis heute sehr häufig von der Auto Wandlung gesprochen. Eine Unterscheidung zwischen Rücktritt und Wandlung wird oft nicht vorgenommen.
Nachdem das Ergebnis (Fahrzeug-Rückgabe gegen Rückzahlung des Kaufpreises) in beiden Fällen identisch ist, braucht für eine praxisorientierte Darstellung eine solche Unterscheidung auch nicht vorgenommen werden. Kfz-Rücktritt und Kfz-Wandlung können somit synonym verwendet werden. Dieser Ansatz wird auch hier verfolgt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. Oktober 2010 um 08:50 Uhr

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:28

BGH-Urteil: Gebrauchtwagen-Garantie gilt auch bei Wartung in freier Werkstatt

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/gebra…r-a-924365.html

Zitat

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil die Rechte von Autokunden gestärkt. Er entschied, dass Gebrauchtwagen ihre Garantie auch dann behalten, wenn sie nicht in den Vertragswerkstätten der Hersteller gewartet werden.

Karlsruhe - Wer bei seinem Gebrauchtwagen die Garantie geltend machen will, muss ihn dazu nicht zwingend in Vertragswerkstätten des Herstellers warten und inspizieren lassen. Eine solche Klausel in den Garantieansprüchen sei unwirksam, entschied der Bundesgerichtshof (BGH).

Im aktuellen Fall hatte der Kläger im November 2009 in einem Autohaus ein gebrauchtes Auto inklusive einer einjährigen Gebrauchtwagengarantie für 10.490 Euro gekauft. Im April 2010 ließ der Kläger den vierten Kundendienst in einer freien Werkstatt vornehmen. Wenige Monate später blieb das Auto dann wegen eines Schadens an der Ölpumpe liegen.
Der Garantiegeber, die CG-Car Garantie Versicherung, wollte mit Verweis auf die freie Werkstatt nicht für den Schaden bezahlen. Vor Gericht bekam der Versicherer in erster Instanz recht, das Berufungsgericht kassierte das Urteil anschließend zu Gunsten des Käufers. Nun bestätigte der BGH diese Entscheidung: Die Reparaturkosten von rund 3300 Euro muss die beklagte Versicherung dem Urteil zufolge bezahlen.

Auch bei Neuwagen gibt es nur in Ausnahmefällen Vorgaben

Das Urteil wurde am Mittwoch in Karlsruhe verkündet. Damit unterscheidet sich das Verfahren laut BGH bei Gebrauchtwagen grundsätzlich von dem bei Neuwagen, wo eine rechtliche Bindung an Vertragswerkstätten möglich ist. Die meisten Autohersteller machen jedoch nach Angaben des Netzwerks unabhängiger Kfz-Unternehmer ihren Käufern bei der Werkstattwahl inzwischen keine Vorgaben mehr. Dies entspreche auch europäischen Wettbewerbsrichtlinien.

Beim Neukauf können Autohäuser allerdings eine Gratis-Garantie anbieten mit der Bedingung, dass die Käufer regelmäßig Vertragswerkstätten aufsuchen müssen. Das hatte der BGH in einem früheren Urteil festgeschrieben. Eine solche Kundenbindung stelle ein berechtigtes Interesse der Hersteller da. Das gelte aber nicht beim Handel mit Gebrauchtwagen, begründete der Vorsitzende Richter Wolfgang Ball die Entscheidung.

cst/afp/dpa


Siehe auch:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Gebrauchtwag…le11439301.html

http://www.stern.de/auto/mobilitaet/bund…tt-2060469.html


http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gebrauchtwagen106.html

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:31

Autowerkstatt: Haftung für Fehldiagnose bei einem Kostenvoranschlag

Quelle: http://www.streifler.de/autowerkstatt-3a…lag--_9685.html

Zitat

Sie befinden sich hier : Zivilrecht » Schadensersatzrecht » Autowerkstatt: Haftung für Fehldiagnose bei einem Kostenvoranschlag
Autowerkstatt: Haftung für Fehldiagnose bei einem Kostenvoranschlag
Kfz-Betriebe unterliegen bei gebührenpflichtigen Kostenvoranschlägen der strengen Werkvertragshaftung, wenn die Fehlerfeststellung unzulänglich ist.

Kfz-Betriebe unterliegen bei gebührenpflichtigen Kostenvoranschlägen der strengen Werkvertragshaftung, wenn die Fehlerfeststellung unzulänglich ist, weil sie allein auf einem elektronischen Diagnosegerät beruht.

So hat das Amtsgericht (AG) Kassel rechtskräftig entschieden. Im Urteilsfall hatte der Kunde eine Markenwerkstatt aufgesucht, weil die Servolenkung seines Pkw schwergängig war. Ein Werkstattmitarbeiter führte eine Fehlerdiagnose mit Hilfe eines elektronischen Diagnosegeräts durch. Als Schadensursache wurde ein Ausfall der Pumpe für die Servolenkung angezeigt. Dementsprechend hieß es im Kostenvoranschlag (KVA) „Pumpe defekt“. Der Kunde zahlte für den Kostenvoranschlag 94,72 Euro, ließ die Reparatur aber in einer freien Werkstatt durchführen. Diese tauschte die Pumpe aus, doch die Schwergängigkeit der Lenkung blieb. Erst durch die Arbeiten im Motorraum, jedoch vor Ausbau der Pumpe, war erkennbar geworden, dass Korrosion am Kreuzgelenk der Lenkstange die wahre Ursache war. Den Rost zu entfernen, hätte rund 150 Euro gekostet. Für den Tausch der Pumpe musste der Kunde aber 537,04 Euro zahlen. In Höhe der Differenz nahm er bei der Werkstatt, die den Kostenvoranschlag erstellt hatte, Regress. Diese habe es fahrlässig versäumt, den Kunden darauf hinzuweisen, dass ihre Fehlerfeststellung mittels Diagnosegerät keine verlässliche Basis, sondern - entgegen der Kundenerwartung - nur eine vorläufige Einschätzung enthalte (AG Kassel, 423 C 4454/11).


Die Entscheidung im Einzelnen lautet:

AG Kassel Urteil vom 12.07.2012 (Az: 423 C 4454/11)


Siehe: http://www.streifler.de/autowerkstatt-3a…lag--_9685.html



Quelle: http://www.kfz-innung-meiningen.de/aktue…stenvoranschlag

Zitat

Haftung für Fehldiagnose bei einem Kostenvoranschlag

Da Kostenvoranschläge meist gegen eine Gebühr erstellt werden, unterliegen Kfz-Betriebe der strengen Werkvertragshaftung, wenn die Fehlerfeststellung unzulänglich ist, da sie allein auf einem elektronischen Diagnosegerät beruht.



WICHTIG

Fügen Sie entgeltlich erteilten Kostenvoranschlägen den Hinweis „Diagnose unverbindlich“ als vorgedruckte Formulierung hinzu, um deutlich zu machen, dass eine Fehldiagnose nicht auszuschließen ist und Sie dafür nicht haftbar gemacht werden können.

Damit ihnen keine Fahrlässigkeit unterstellt werden kann, müssen Sie ihre Kunden darauf hinweisen, dass ihre Fehlerfeststellung mittels Diagnosegerät keine verlässliche Basis, sondern nur eine vorläufige Einschätzung ist.


Man sollte also mal schauen, ob da so eine Formulierung im KV eingetragen ist. Wenn ja kann sich die Werkstatt darauf berufen und haftet nicht bei Elektronischen Diagnosen durch ein Diagnosegerät. also dem Auslesen des Fehlerspeichers und dem daraus erstellten KV ....

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:32

Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe: Reparaturservice Haftungsfragen

https://www.kfzgewerbe.de/mitglieder/rec…turservice.html

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Sonntag, 3. Mai 2015, 16:11

Wir hatten bei den letzten Leasing-Verträgen richtig Ärger gehabt. Bei der Rückgabe unserer 5 Mokkas sollten wir 2-3000 Euro an die Leasinggesellschaft zahlen. Wir haben dann über http://www.fuhrpark-optimierer.de/leasingauslauf-de/ den Mist abgewendet - am Ende haben wir dann noch ca 300 Euro pro Auto bezahlt. Neue Leasing-Verträge haben wir aktuell nicht abgeschlossen, sondern über http://www.matrixmobility.de vorerst Langzeitmietwagen genommen.

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Dienstag, 1. September 2015, 18:22

ADAC-Liste: Mangel oder Verschleiß? -> https://www.adac.de/infotestrat/fahrzeug…ss/default.aspx

Zitat

Der ADAC erstellt regelmäßig eine "Liste zur Abgrenzung Mangel./.Verschleiß". Diese Urteilssammlung ermöglicht eine schnelle Einschätzung, ob im Fall des vorliegenden Defekts Sachmängelrechte überhaupt erfolgversprechend geltend gemacht werden können.
Die aktuelle ADAC-Liste "Mangel oder Verschleiß?" können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen:

Mangel oder Verschleiß? PDF, 700 KB -> https://www.adac.de/_mmm/pdf/2014-52-Man…2014_141982.pdf

Warum ist die Abgrenzung zwischen Mangel und Verschleiß wichtig?
Einer der häufigsten Streitpunkte beim Autokauf sind Mängel, die nach der Übergabe des Fahrzeugs auftreten. Während der Käufer eines "neuen" Gebrauchten davon überzeugt ist, dass der Defekt an seinem Fahrzeug bei dieser Laufleistung noch nicht hätte auftreten dürfen, beruft sich der Autohändler in solchen Fällen häufig auf den sogenannten "natürlichen Verschleiß".
Liegt ein solcher Verschleiß vor, d.h. ein Defekt, der dem Alter und der Laufleistung des Fahrzeugs entspricht, so haftet der Verkäufer nicht - er muss also nicht kostenlos reparieren. In der Regel kann nur ein Kfz-Sachverständiger abschließend beurteilen, welcher Defekt ein "echter" Sachmangel ist, der vom Händler kostenlos behoben werden muss.

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Freitag, 11. September 2015, 20:07

Garantie und Gewährleistung beim Neuwagenkauf

https://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/fahrz…uf_neuwagen.jsp

Zitat

ei Neuwagen schreibt der Gesetzgeber eine zwei Jahre geltende Sachmängelhaftung vor, wenn das Auto von einem Händler gekauft wird. Ein Sachmangel liegt vor, wenn bei Übergabe des Fahrzeuges die vereinbarte Beschaffenheit nicht gegeben ist. Trotzdem sollte ein Käufer auch darauf achten, ob es zusätzlich zur Sachmängelhaftung noch eine Herstellergarantie gibt.

Hersteller bieten ihre Garantie in fast allen Fällen über einen bestimmten Zeitraum (meist zwei oder drei Jahre, öfters jedoch auch schon bis zu 7 Jahre) aber zum Teil auch gebunden an eine bestimmte Kilometerlaufleistung. Es gibt auch Garantien auf bestimmte Eigenschaften und Qualität. Üblich sind z. B. Lackgarantien, Durchrostungsgarantien und Mobilitätsgarantien. Zudem bieten fast alle Hersteller Verlängerungen ihrer Garantien gegen Aufpreis an.
Sachmängelhaftung

Die Sachmängelhaftung richtet sich immer gegen den Verkäufer. Im Allgemeinfall handelt es sich dabei um das Autohaus, in dem der Wagen erworben wurde. Manchmal tritt der Händler aber auch nur als Vermittler auf. Dann ist derjenige Ansprechpartner, der im Kaufvertrag genannt wird. Ist das Neufahrzeug mangelhaft, kann der Käufer innerhalb von zwei Jahren eine Reparatur verlangen. Nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Verkauf fabrikneuer Kraftfahrzeuge, wie sie der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes empfiehlt, müssen mündlich angezeigte Mängel vom Verkäufer entsprechend schriftlich bestätigt werden. Der Mangel muss für die Regulierung über die gesetzliche Sachmängelhaftung bereits bei der Fahrzeugübergabe vorhanden gewesen sein.

Im Allgemeinen geht die Rechtsprechung davon aus, dass in den ersten 6 Monaten nach Kauf auftretende Mängel bereits bei der Übergabe vorhanden waren. In diesem Fall müsste der Verkäufer das Gegenteil beweisen. Nach Ablauf dieser 6 Monate kehrt sich die Beweislast um und der Käufer muss nachweisen, dass der Mangel bereits von Beginn an vorhanden war. Problematisch kann es werden, wenn der Händler Pleite geht, oder nach einem halben Jahr ein solcher Nachweis nicht mehr möglich ist. Im ersten Fall gibt es keinen Ansprechpartner mehr, im letzten entfällt der Anspruch. Hier kann es ratsam sein, den Hersteller direkt zu kontaktieren und auf Kulanz zu hoffen.

Generell gilt, dass der Käufer bei einem Sachmangel zunächst die kostenlose Nacherfüllung, also quasi eine Reparatur, verlangen kann. Schlägt diese fehl oder wird nur mangelhaft ausgeführt, kann der Käufer den Kaufpreis mindern oder sogar vom Kaufvertrag zurücktreten. Ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist möglich, wenn die Reparatur zweimal fehlschlägt. Darüber hinaus kann ein Betroffener auch Schadenersatz oder den Ersatz von Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Sachmangel geltend machen. Voraussetzung ist dabei, dass der Verkäufer den Sachmangel verschuldet.

Nicht unter die Sachmängelhaftung fallen Verschleißteile, wie beispielsweise Bremsklötze. Die Frist für die zweijährige Sachmängelhaftung beginnt mit der Fahrzeugübernahme. Kommt es während dieser Zeit zu Auseinandersetzungen, wird der Ablauf gehemmt und die Frist um den entsprechenden Zeitraum verlängert.

Schwierig kann die Haftungsfrage bei EU -Importen werden. In dem Fall tritt der Verkäufer ggf. nur als Vermittler für ein ausländisches Autohaus auf. Ansprüche müssen dann im Ausland nach ausländischem Recht geltend gemacht werden. Zwar bleibt die Herstellergarantie bestehen, mit Nachbesserungen aus der Sachmängelhaftung im Ausland kann es allerdings schwierig werden. Auch kann der Käufer nicht so einfach vom Kaufvertrag zurücktreten.
Hier gilt es also, sich vor einem Kauf die genaue rechtliche Situation erklären zu lassen und den Kaufvertrag genau zu lesen.
Herstellergarantie

Gewährt ein Hersteller Garantien, so sind diese meist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu kann auch das Einhalten regelmäßiger Inspektionen zählen. Die kann der Käufer in einer Werkstatt seiner Wahl durchführen lassen, sofern diese die Reparaturvorgaben des Herstellers erfüllt und eine entsprechende technische Ausstattung hat. Die Garantie darf deshalb nicht entfallen. Allerdings könnte es später bei einer möglichen Kulanzleistung des Herstellers zu Problemen kommen. Kaum ein Hersteller erbringt nach Ablauf der Garantiefrist noch Kulanzleistungen, wenn das Auto in einer markenfremden Werkstatt gewartet wurde.

Es empfiehlt sich, genau zu klären, ab welchem Zeitpunkt die Garantie beginnt und für welchen Umfang sie gilt. Entsprechende Hinweise sollten im Garantiescheckheft zu finden sein. Der Käufer sollte darauf achten, ob das Fahrzeug eine Tageszulassung hat oder nicht, denn oft beginnt die Garantiefrist mit der Zulassung. Händler lassen manchmal Autos mit Tageszulassungen beim Straßenverkehrsamt zu, um entsprechende Preisnachlässe gewähren zu können. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshof gelten unbenutzte Autos auch nach einer Tages- oder Kurzzulassung noch als Neuwagen. Manche Firmen bieten gegen Aufpreis auch Anschlussgarantien an. Diese können im Fall eines Wiederverkaufs vom Folgekäufer übernommen werden.

Vor Abschluss einer solchen Zusatzgarantie oder Garantieverlängerung sollte jedoch genau geklärt werden, welchen Umfang diese enthält. In vielen Fällen sind zahlreiche Mängel oder bestimmte Baugruppen ausgeschlossen oder an eine Kilometerleistung gebunden, so dass im Schadensfall trotzdem hohe Reparaturkosten anfallen können. Lassen Sie sich die Garantiebedingungen vorab erklären und schriftlich geben. Eventuell kann eine Verlängerung auch Bestandteil der Preisverhandlungen sein.

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Freitag, 11. September 2015, 20:27

Neuwagengarantie: Gewährleistung und Garantie bei Neuwagen

http://www.meinauto.de/neuwagen-garantie/

Zitat

Kennen Sie den Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie bei Neuwagen? Wissen Sie, dass es diesen überhaupt gibt? Was allgemein als Neuwagengarantie bekannt ist, umfasst zwei grundlegend verschiedene Dinge. Die gesetzliche Gewährleistung/Garantie bei Neuwagen, auch Sachmängelhaftung genannt, gilt 2 Jahre nach dem Neuwagenkauf und regelt per Gesetz in §437 BGB, dass der Verkäufer/Autohändler bei auftretenden Mängeln am Neuwagen haftet.

Die Herstellergarantie beim Neuwagenkauf dagegen ist eine freiwillige Leistung und im Umfang (Laufleistung, Garantie gegen Durchrostung, Lackgarantie, Mobilitätsgarantie) von Automarke zu Automarke verschieden. Im folgenden Ratgeber Neuwagengarantie klären wir alle wichtigen Fragen zur Gewährleistung und Garantie auf Neuwagen im Vergleich zur Herstellergarantie, sagen Ihnen welche Ansprüche Sie haben, worauf Sie achten müssen und zeigen Ihnen in einer Übersicht die Leistung und den Umfang der Herstellergarantie auf Neuwagen der 10 wichtigsten Automarken in Deutschland.

Unterschied: Gesetzliche Gewährleistung und Garantie bei Neuwagen vs. Herstellergarantie
Beim Autokauf werden Gewährleistung und Garantie oft unter dem Begriff Neuwagengarantie zusammengefasst. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie bei Neuwagen. Die gesetzliche Gewährleistung, auch Sachmängelhaftung genannt, gilt seit dem 01.01.2002. Die Garantie auf Neuwagen vom Hersteller dagegen ist eine freiwillige Leistung.


Übersicht: Unterschied zwischen gesetzliche Gewährleistung und Garantie bei Neuwagen im Vergleich zur Herstellergarantie auf Neuwagen:

Allgemeine Haftung/ Laufzeit der Neuwagengarantie:

Gewährleistung/Sachmängelhaftung: 2 Jahre gesetzliche Haftung für Neuwagen. In den ersten 6 Monaten steht der Verkäufer in der Beweispflicht, in den folgenden 18 Monaten liegt die Beweispflicht beim Käufer.

Herstellergarantie: Freiwillige Haftung des Herstellers für Neuwagen. Die Laufzeit der Herstellergarantie ist variabel und von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich geregelt.

Ansprüche:

Gewährleistung/Sachmängelhaftung: gegenüber dem Verkäufer/Autohändler

Herstellergarantie: gegenüber dem Hersteller/Automarke

Haftung für Mängel:

Gwährleistung/Sachmängelhaftung: Haftung für Mängel, die schon vor dem Autokauf bestanden, evtl. aber erst später auftreten.

Herstellergarantie: Haftung für Mängel, die nach dem Autokauf entstehen.

Leistung und Umfang:

Gwährleistung/Sachmängelhaftung: Haftung für das gesamte Fahrzeug.

Herstellergarantie: Haftung für bestimmte Neuwagenteile (Motor, Lack, Karosserie etc.) und abhängig von der Laufleistung des Neuwagens.


Gesetzliche Gewährleistung: Haftung des Verkäufers bei Mängeln am Neuwagen
Jeder Neuwagenkäufer hat 2 Jahre Gewährleistung auf Neuwagen. Das bedeutet: Innerhalb dieser gesetzlichen Gewährleistungsfrist muss der Verkäufer – nicht der Hersteller – gewährleisten, dass der Neuwagen ohne Sachmängel an den Käufer ausgeliefert wurde. Ohne Sachmängel heißt ohne von vorn herein bekannte oder erkennbare Fehler.

Ein Beispiel zum Anspruch auf Gewährleistung/Garantie bei Neuwagen: Nach 3.000 km Laufleistung Ihres Neuwagens funktionieren die Bremsen nicht mehr einwandfrei, die Bremsklötze sind zum Beispiel abgefahren. Das ist ein beim Verkauf nicht erkennbarer Mangel und auch kein normaler Verschleiß. Dafür haftet der Verkäufer/Ihr Autohändler. Sie als Neuwagenkäufer haben Anspruch auf eine kostenlose Reparatur im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung/Sachmängelhaftung.

Treten in den ersten zwei Jahren nach dem Autokauf Mängel am Neuwagen auf, die bei der Auslieferung zwar schon bestanden, aber nicht erkennbar waren, kann der Käufer verschiedene Ansprüche beim Verkäufer geltend machen.

Ihre Ansprüche beim Neuwagenkauf:
Reparatur: kostenlose Mängelbeseitigung am Neuwagen
Preisminderung: wenn die Reparatur nicht erfolgreich ist
Rücktritt vom Kaufvertrag: wenn auch die 2. Reparatur den Mangel nicht beseitigt
Schadenersatz: hat der Verkäufer Schuld am Sachmangel
In den ersten sechs Monaten der Gewährleistung liegt die Beweispflicht beim Verkäufer. Das heißt: Wenn Sie einen Mangel am Neuwagen innerhalb der ersten sechs Monate beim Autohändler reklamieren, muss dieser beweisen, dass der Mangel bei der Auslieferung noch nicht bestand. In den darauf folgenden 18 Monaten liegt die Beweispflicht bei Ihnen als Käufer. Das heißt: Bei einer Reklamation müssen Sie beweisen, dass der Neuwagen bereits bei der Auslieferung Mängel hatte.

Neuwagengarantie = Freiwillige Herstellergarantie auf Neuwagen
Im Unterschied zur gesetzlichen Gewährleistung bieten nahezu alle Autohersteller ihren Käufern eine zusätzliche Neuwagengarantie an. Entweder als Anschlussgarantie an die gesetzliche Gewährleistung oder direkt mit dem Neuwagenkauf. Diese Herstellergarantie ist immer freiwillig, auf eine bestimmte Laufzeit und/oder Neuwagenteile beschränkt und meistens an Bedingungen wie regelmäßige Inspektionen und das lückenlose Führen eines Scheckhefts geknüpft. Lesen Sie in jedem Fall das Kleingedruckte der Garantie bei Neuwagen.

Reparatur und Gewährleistung: Freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt?
Seit dem 1. Juni 2010 – mit Inkrafttreten der GVO (Gruppenfreistellungsverordnung) – kann jeder Neuwagenbesitzer frei entscheiden, ob er die vorgeschriebenen Inspektionen und notwendigen Reparaturen in einer freien Werkstatt, bei einer Autokette oder bei einer Vertragswerkstatt durchführen lässt. Auch ob Sie ein Original-Ersatzteil oder die günstigere Alternative aus dem freien Handel einbauen lassen, ist Ihre Entscheidung. Gewährleistung und Garantie auf Neuwagen können nicht davon abhängig gemacht werden. Allein die fach- und sachgerechte Inspektion und das Einhalten der vorgeschriebenen Inspektionsintervalle für Neuwagen müssen eingehalten werden und lückenlos im Scheckheft gepflegt sein. Anders sieht das bei der Anschlussgarantie für Neuwagen aus, die den Passus “Inspektion in einer Vertragswerkstatt” in den meisten Fällen mit sich führt. Darum noch einmal: Lesen Sie das Kleingedruckte der Herstellergarantie ganz genau.

Gelten Gewährleistung und Neuwagengarantie beim Autokauf im Internet?
Der gesetzliche Anspruch auf Gewährleistung/Sachmängelhaftung und die freiwillige Herstellergarantie auf Neuwagen gilt unabhängig davon, wo und wie Sie Ihren Neuwagenkaufen - über Online-Vermittler im Internet oder direkt im Autohaus. Weil der Kaufvertrag für Online-Autokäufer und Autokäufer direkt im Autohaus identisch ist, gelten dieselben rechtlichen Ansprüche in Bezug auf die gesetzliche Gewährleistung und die freiwillige Neuwagengarantie der Hersteller. MeinAuto.de vermittelt ausschließlich Neuwagen von deutschen Vertragshändlern, keine EU-Neuwagen. (Beachten Sie die Unterschiede zwischen deutschen Neuwagen und EU-Neuwagen, auch in Bezug auf die EU Neuwagen Garantie.



Garantie EU Neuwagen

Zitat

https://www.adac.de/infotestrat/fahrzeugkauf-und-verkauf/import-export/reimport-und-co/erwerb-reimportiertes-neufahrzeug/default.aspx

Für die Herstellergarantie gilt das gleiche wie beim Eigenimport: Stammt das Fahrzeug aus einem EU-Land, sind alle Vertragswerkstätten zu Garantieleistungen verpflichtet, wenn der Kunde im Besitz einer Garantieurkunde und eines Serviceheftes mit den oben erwähnten Vermerken des ausländischen Vertragshändlers ist.
Die Garantiedauer ist bei den einzelnen Herstellern unterschiedlich, beträgt aber regelmäßig 2 bis 3 Jahre. Wichtig ist, dass bereits häufig zu dem Zeitpunkt, an dem der Wagen von dem ausländischen Vertragshändler erstmals zugelassen oder an den Importeur übergeben wird, die Garantie beginnt - also nicht erst mit der Übergabe an den Käufer in Deutschland! Nach Ablauf der Garantiefrist werden bei Reimporten meistens keine freiwilligen Kulanzleistungen des Herstellers gewährt.
Stammt das Fahrzeug aus einem Nicht-EU-Land, müssen auch die Garantieansprüche im Ausland geltend gemacht werden.

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Dienstag, 24. November 2015, 19:53

Steinschlagschaden Windschutzscheibe

Zitat

Quelle: https://www.carglass4partners.de/ctoolcg…aschaden.html#0

Steinschlag ist nicht gleich Steinschlag



Klare Definitionen für einen reparablen Glasschaden lt.StVZO
Das wichtigste Kriterium für Sie zur Beurteilung eines sicher reparablen Glasschadens ist die Größe und der Randabstand, wie in der Zeichnung beschrieben. Grundsätzlich prüft Carglass® immer die Möglichkeit der Reparatur, bevor die Windschutzscheibe im Falle eines Steinschlages ausgetauscht werden muss. Die Zeichnung unten gibt einen groben Überblick, der Ihnen eine erste Einschätzung des Fahrzeugglas-Schadens erleichtert.



Zitat

Quelle: http://www.xn--autoglas-kln-ejb.de/Autog…reparatur-Koeln

Die durch Steinschlag in der Windschutzscheibe entstandenen Glasrisse dürfen die Länge von 5 cm nicht übersteigen. Die Glasrisse dürfen nicht bis in den 10 cm breiten Bereich an der Aussenkante der Windschutzscheibe hineinragen. Die Einschlagstelle darf einen Durchmesser von 5 mm nicht überschreiten.


Zitat

Quelle: http://autoglas-hofstaedter.de/leistunge…hlag-reparatur/

Diese Steinschläge können repariert werden:



Bei der Raparatur wird ein sehr dünflüssiges Spezialkunstharz unter Druck in das Einschlagszentrum der Schadstelle gepresst. Anschließend wird das Harz mit einer UV-Lampe gehärtet, überschüssige Harzreste entfernt und fein poliert. Für Teil- und Vollkaskoversicherte ist dieser Service in der Regel kostenlos. Sie zahlen weder den Selbstbehalt, noch wird die Schadensfreiheitsklasse hochgestuft.

Quelle: https://www.carglass.de/kosten/

Diese drei Faktoren bestimmen die Kosten für den Neueinbau oder die Reparatur von Autoglas:

Art des Schadens (Steinschlag oder Riss),
Lage des Schadens (Front, Seite, Heck),
Art der Versicherung (Abdeckung von Glasschäden).

Sofern Ihre Versicherung Glasschäden abdeckt und der Schaden (Steinschlag in der Windschutzscheibe) keinen Neueinbau erforderlich macht, ist die Reparatur durch Carglass® i.d.R. kostenlos für Sie. Das heißt beispielsweise, dass sich bei einem Steinschlag die Kosten auf Null Euro belaufen, wenn der Schaden repariert werden kann und Ihre Versicherung Glasschäden abdeckt.

Wie hoch sind die Kosten bei Carglass® für einen Austausch des Autoglases oder eine Reparatur?

Die Reparatur einer Autoscheibe ist bei Carglass® i.d.R. kostenlos. Ist das Ausmaß des Glasschadens größer und muss die Scheibe ausgetauscht werden, hängt die Höhe der Kosten von der Art Ihrer Versicherung ab. Sollte Ihre Versicherung anfallende Aufwände nicht übernehmen (keine Kasko oder Selbstbeteiligung bei Neueinbau), so bieten wir Ihnen gerne unsere Möglichkeit zur zinslosen Ratenzahlung an.

...

Carglass® prüft immer zuerst, ob eine Reparatur möglich ist, da eine Reparatur schneller und günstiger ist, als bei einem Neueinbau einer Autoscheibe. Im Falle einer Reparatur übernimmt Ihre Versicherung die Kosten, sofern Ihr Versicherungsvertrag Glasschäden abdeckt. Sie zahlen somit nichts und Ihr Autoglas ist wieder top.




Zitat

Quelle: https://www.carglass.de/kosten/windschutzscheibe-kosten/

Bei den meisten Schäden an der Windschutzscheibe handelt es sich lediglich um kleine Steinschläge, die keinen Austausch erfordern und bei Teilkasko-Versicherungsschutz entsprechend von der Versicherung übernommen werden – vorausgesetzt, der Schaden wird schnell repariert. Wenn Sie einen Steinschlag in Ihrer Windschutzscheibe entdecken, lassen Sie Ihr Fahrzeug am besten direkt bei Carglass® überprüfen, bevor der Steinschlag reißt und ein teurer Austausch notwendig wird.

Austausch wegen Riss:

Ihre Versicherung deckt Glasschäden ab:

Die Windschutzscheibe muss ausgetauscht werden: Die Kosten werden in der Regel von der Versicherung übernommen. Sie müssen die Selbstbeteiligung zahlen, aber Ihr SF-Rabatt verschlechtert sich nicht.

Ihre Versicherung deckt Glasschäden nicht ab:

Die Windschutzscheibe muss ausgetauscht werden: Die Kosten hängen von der Ausführung der Windschutzscheibe ab.


Zahlt die Vollkaskoversicherung bei einem Riss in der Windschutzscheibe?

Eine Vollkasko-Versicherung schließt immer eine Teilkasko-Versicherung mit ein. Ein Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe ist ein typischer Fall für die Teilkasko-Versicherung und wird auch über diese abgerechnet. Die Antwort auf die Frage: „Zahlt die Vollkaskoversicherung bei einem Riss in der Windschutzscheibe?“ hängt davon ab, ob der Schaden reparabel ist. Bei einer Reparatur ist die Behebung des Schadens also von Ihrer Versicherung in der Regel gedeckt. Wenn vom Steinschlagschaden aus bereits ein Riss durch die Scheibe geht, muss die Windschutzscheibe ausgetauscht werden. Kommt es zu einem Austausch, wird die von Ihnen mit der Versicherung vereinbarte Selbstbeteiligung fällig, ohne eine Höherstufung der Versicherungsprämie.

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Mr._Bean« (24. November 2015, 20:30)